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		<title>OKAPI - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://okapi.uni-frankfurt.de/index.php?title=Grundlagen_der_Argumentation&amp;diff=3342</id>
		<title>Grundlagen der Argumentation</title>
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				<updated>2010-07-22T15:43:25Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Gast: /* Infiniter Regress */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Stub}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Philosophieren (nach Rosenberg)==&lt;br /&gt;
Folgende Hinweise finden sich in Jay F. Rosenbergs Einführung &amp;quot;Philosophieren: Ein Handbuch für Anfänger&amp;quot; (Klostermann, 2009).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort bestimmt Rosenberg die Praxis des Philosophierens als eine Wissenschaft zweiter Ordnung, die sich mit den rationalen Verfahrensweisen und Begründungsstrukturen von Wissenschaften erster Ornung auseinandersetzt (Z.B. der Natur- und Sozialwisenschaften, der Künste, aber auch unserer Alltagspraxis. Kurz: Im Fokus der Philosophie steht &amp;quot;das rationale Erforschen rationaler Tätigkeiten&amp;quot; (S. 18). Den &amp;quot;sekundären Charakter&amp;quot; der Philosophie führt Rosenberg auf eine sehr allgemeine Methodik zurück, die er als ''dialektisches Argumentieren'' bezeichnet - wobei er eilig darauf hinweist, dass jenseits dieser sehr allgemeinen Auskunft kaum Einigkeit über ''die'' Methoden ''der'' Philosophie herrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die dialektische Methode ==&lt;br /&gt;
Mit der dialektischen Methode wird jenseits des philosphischen Staunens ''mit'' Argumenten ''auf'' Argumente eingegangen (S. 78). Die dabei vorgebrachte Kritik kann sich sowohl auf die formale Struktur bestehender Argumentationen als auch auf deren Inhalt beziehen. Formale Kritik bezieht sich nur auf die Gültigkeit der Argumente, indem aussagekräftige Modelle ihrer logischen Struktur entworfen werden. Inhaltliche oder interne Kritik adressiert die glaubwürdigkeit einzelner Prämissen und letztlich die Kohärenz des ganzen Systems von Begriffen und Überzeugungen, in die das Argument eingebettet ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik an Argumentationen ==&lt;br /&gt;
Auch ein philosophischer Essay folgt im Grunde immer dieser Methode, insofern er auf eine kritische Prüfung fremder Ansichten zielt. Ein Essay ist eben weder literarisches Selbstbekenntnis noch ein bloßer Bericht, sondern die begründete Verteidigung einer These, die sich wiederum auf die Thesen, Ansichten oder Positionen anderer beziehen kann. Dazu muss der Essay scharf unterscheiden zwischen der Darstellung von Form und Inhalt der fremden Argumentation und der eigenen, begründeten Kritik. &amp;quot;Einsichtsfähigkeit und Einfallsreichtum&amp;quot; (S. 84) wachsen laut Rosenberg erst mit der fortwährenden Rekonstruktion und Auseinandersetzung mit argumentativ begründeten Thesen und können dementsprechend nicht einfach gelehrt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Strategien zur Überprüfung ==&lt;br /&gt;
Für die effiziente Suche nach Inkonsistenzen, bzw. Selbst-Widersprüchen in fremden Argumentationen, empfiehlt Rosenberg u. a. folgende Strategien:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der erste Schritt ist immer die transparente Rekonstruktion der argumentativen Struktur&lt;br /&gt;
* Formale Prüfung dieser Struktur&lt;br /&gt;
* Prüfung mit Blick auf die begrifflichen Festlegungen und möglichen Spannungen&lt;br /&gt;
* Explikation möglicher impliziter Widersprüche zwischen den Prämissen&lt;br /&gt;
* Modellierung eines strukturgleichen aber gegenläufigen Argumentes (gleiche Prämissen, andere Konklusion)&lt;br /&gt;
* Problematisierung und Modellierung einzelner (impliziter) Prämissen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Argumentative Grundlagen ==&lt;br /&gt;
Rosenberg beruft sich dabei auf folgende Prinzien, die dem vernünftige Denken zugrundeliegen. Ihre Verletzung provoziert eine sehr grundsätzliche Art von Kritik, insofern ihre Nichtbeachtung den rationalen Status eines Argumentes untergräbt. Einerseits müssen diese Prinzipien also beim Schreiben wissenschaftlicher Arbeiten beachtet werden, andererseits lassen sie sich für eine grundlegende Prüfung philosophischer Argumentationen nutzen:&lt;br /&gt;
''(Folgende Kurz-Referate entstanden im Rahmen des Aufbaumoduls &amp;quot;Formen des Philosophierens&amp;quot; im SoSe 2010.)''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Äquivokation ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist Äquivokation?&lt;br /&gt;
Ein Schlüsselbegriff des Argumentes hat mindestens zwei unterschiedliche Lesarten und innerhalb des Argumentes wird zwischen mindestens zwei verschiedenen Lesarten gewechselt (ohne darauf hinzuweisen?).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
These:&lt;br /&gt;
Äquivokation unterläuft die „Regel des vernünftigen Denkens“, dass die Gültigkeit eines Argumentes mit der gleichzeitigen Wahrheit seiner Prämissen vereinbar sein muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum?&lt;br /&gt;
Da die Äquivokation eine Form der Mehrdeutigkeit ist, gibt es mehrere Möglichkeiten, ein Argument zu interpretieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fall 1: Man liest den Schlüsselbegriff an allen Stellen des Argumentes gleich.&lt;br /&gt;
Dann kann es der Fall sein, dass mindestens eine der Prämissen, in denen der Schlüsselbegriff vorkommt dadurch falsch wird.&lt;br /&gt;
Dann ist das Argument zwar gültig, aber die Prämissen sind nicht zur selben Zeit wahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fall 2: Man liest den Schlüsselbegriff an allen Stellen des Argumentes unterschiedlich.&lt;br /&gt;
Dann sind zwar alle Prämissen wahr, aber das Argument ist ungültig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also schließen beide Interpretationsmöglichkeiten aus, dass die Gültigkeit des Argumentes mit der Wahrheit seiner Prämissen vereinbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Petitio Principii ===&lt;br /&gt;
'''(1. Version)'''&lt;br /&gt;
Eine Petitio Principii liegt dann vor, wenn eine Konklusion gleichzeitig als Prämisse gebraucht wird. Dies ist zwar methodisch möglich, da logisch eine der Prämissen mit der Konklusion übereinstimmen muss, aber trotzdem erscheint es falsch. Es liegt kein rein formales, sondern ein inhaltliches Problem vor. Wichtig für das Problem ist nur die eine zentrale Prämisse, die gleichzeitig die Konklusion ist. Sie ist Gegenstand der Kritik. &lt;br /&gt;
Wie lässt sich eine petitio pricipii fassen? Sie bezeichnet einen Fehler in der Argumentation: Der Vertreter der Prämisse (und damit der Konklusion) verstößt gegen die Regel des vernünftigen Argumentierens, die er gleichzeitig zur Grundlage seiner Argumentation gemacht hat: Er verhindert, dass die Prämisse unabhängig von der Konklusion kritisiert werden kann, da beide logisch äquivalent sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Probleme beim Erkennen der Petitio Principii: In der zentralen Prämisse ist meist die Konklusion implizit, nicht aber offensichtlich enthalten. Das Herausarbeiten kann sich dadurch schwieriger gestalten: Der Kritiker muss nachweisen, dass der Philosoph im betreffenden Zusammenhang eine Prämisse konstitutiv für eine Konklusion verwendet, obwohl sie formal äquivalent sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel der Kritik einer Petitio Principii: Annahmen über Zukunft &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Russel unterstellt dem Versuch, aus vergangenen Ereignissen auf die Zukunft zu schließen eine Petitio Principii, selbst wenn unsere lebenspraktischen Umstände diese Schlussfolgerung als ''vernünftig'' erscheinen lassen. Es gibt nach ihm keinen formalen Grund dafür, anzunehmen, dass wir am nächsten morgen als der Gleiche wieder aufwachen, nur weil dies bisher stets passiert ist. Das liege daran, dass die Annahme, morgen als derselbe aufzuwachen und der Schluss, es sei vernünftig, dies anzunehmen, den gleichen Inhalt haben. Nur weil sich unsere Erwartungen über die Zukunft bewahrheitet haben und vernünftig scheinen, gibt es keinen formalen Grund anzunehmen, dass sie deshalb in Zukunft genauso eintreten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''(2. Version)'''&lt;br /&gt;
Der Fall der petitio principii verletzt die Regeln des vernünftigen Denkens. Eine Petitio principii bedeutet, dass in einem Argument eine Konklusion als Prämisse gebraucht wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes Argument muss in einem dialektischen Zusammenhang stehen.&lt;br /&gt;
Die philosophische Methode setzt voraus, dass etwas nur dann die Qualität eines Arguments hat und eine Konklusion stützen kann, wenn ein Einwand gegen dieses Argument sich von einem Einwand gegen das, was gestützt werden soll, unterscheidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
In einer Form der klassischen Induktion wird die These formuliert: Was unsere Erwartungen in Bezug auf die Zukunft vernünftig macht, ist die Tatsache, dass sie zutreffen. &lt;br /&gt;
Fraglich ist, ob es überhaupt Erwartungen hinsichtlich der Zukunft gibt, die vernünftig sind. Jede Erwartung, die sich erfüllt, ist vernünftig und da sich unsere bisherigen Erwartungen erfüllt haben, ist es vernünftig anzunehmen, dass sich auch die zukünftigen Erwartungen erfüllen werden. Diese Annahme ist aber auch wieder eine Erwartung an die Zukunft und diese Erwartung muss dann, damit man zu der Konklusion kommt, vernünftig sein. Ein Argument, das diese Prämisse benutzt, um zu schlussfolgern, dass Erwartungen vernünftig sind, benutzt die Schlussfolgerung als Prämisse und begeht damit eine petitio principii.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Infiniter Regress ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein infiniter Regress liegt vor, wenn ein unabschließbarer rationaler Prozess des Schlussfolgerns, Begründens, Ableitens, etc. auftritt. Ein einfaches Beispiel hierfür wäre, wenn Tom groß ist (und das stimmt), dass&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1)	es ist wahr, dass Tom groß ist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(2)	es ist wahr, dass (1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(3)	es ist wahr, dass (2) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies könnte man nun unendlich fortführen ohne jemals zu einem Ende zu kommen, es ist also ein infiniter Regress.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird ein solcher Regress entdeckt, gerät die mit ihm begründete These unter starken Druck. &lt;br /&gt;
Dazu bedarf es einiger Bedingungen: (1) Es muss ein Regress vorliegen, d. h. vor jedem zweiten Schritt muss folglich ein erster liegen. (2) Der Regress muss eine echte Konsequenz der vorliegenden kritisierten philosophischen These sein. (3) An dem aufgedeckten infiniten Regress muss etwas verkehrt sein. Rosenberg verdeutlicht diese Kriterien anhand des Beispiels einer Erläuterung des freien Willens im Rückgriff auf Willensakte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Beispiel setzt der infinite Regress dadurch ein, dass jeder freie Willensakt notwendig durch einen weiteren freien Willensakt verursacht wird. Freiwilliges Handeln müsste dementsprechend eine unendliche Reihe von freien Willensakten voraussetzen, wobei jeder durch einen vorangegangenen freien Willensakt verursacht wird. Die Frage, was eine Handlung zu einer freiwilligen Handlung macht, kann folglich nicht beantwortet werden; denn um einen freiwilligen Willensakt zu erklären, wird der Begriff des freiwilligen Willensaktes bereits in die Erklärung investiert. Es ergibt sich eine Endlosschleife ohne die Frage zu beantworten. Dies bezeichnet man als einen fatalen infiniten Regress. Ist ein solcher nachweisbar, so hat die ihn enthaltende Theorie keine Erklärungskraft und muss als widerlegt gelten.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Gast</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://okapi.uni-frankfurt.de/index.php?title=Grundlagen_der_Argumentation&amp;diff=3341</id>
		<title>Grundlagen der Argumentation</title>
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				<updated>2010-07-22T15:36:33Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Gast: /* Petitio Principii */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Stub}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Philosophieren (nach Rosenberg)==&lt;br /&gt;
Folgende Hinweise finden sich in Jay F. Rosenbergs Einführung &amp;quot;Philosophieren: Ein Handbuch für Anfänger&amp;quot; (Klostermann, 2009).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort bestimmt Rosenberg die Praxis des Philosophierens als eine Wissenschaft zweiter Ordnung, die sich mit den rationalen Verfahrensweisen und Begründungsstrukturen von Wissenschaften erster Ornung auseinandersetzt (Z.B. der Natur- und Sozialwisenschaften, der Künste, aber auch unserer Alltagspraxis. Kurz: Im Fokus der Philosophie steht &amp;quot;das rationale Erforschen rationaler Tätigkeiten&amp;quot; (S. 18). Den &amp;quot;sekundären Charakter&amp;quot; der Philosophie führt Rosenberg auf eine sehr allgemeine Methodik zurück, die er als ''dialektisches Argumentieren'' bezeichnet - wobei er eilig darauf hinweist, dass jenseits dieser sehr allgemeinen Auskunft kaum Einigkeit über ''die'' Methoden ''der'' Philosophie herrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die dialektische Methode ==&lt;br /&gt;
Mit der dialektischen Methode wird jenseits des philosphischen Staunens ''mit'' Argumenten ''auf'' Argumente eingegangen (S. 78). Die dabei vorgebrachte Kritik kann sich sowohl auf die formale Struktur bestehender Argumentationen als auch auf deren Inhalt beziehen. Formale Kritik bezieht sich nur auf die Gültigkeit der Argumente, indem aussagekräftige Modelle ihrer logischen Struktur entworfen werden. Inhaltliche oder interne Kritik adressiert die glaubwürdigkeit einzelner Prämissen und letztlich die Kohärenz des ganzen Systems von Begriffen und Überzeugungen, in die das Argument eingebettet ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik an Argumentationen ==&lt;br /&gt;
Auch ein philosophischer Essay folgt im Grunde immer dieser Methode, insofern er auf eine kritische Prüfung fremder Ansichten zielt. Ein Essay ist eben weder literarisches Selbstbekenntnis noch ein bloßer Bericht, sondern die begründete Verteidigung einer These, die sich wiederum auf die Thesen, Ansichten oder Positionen anderer beziehen kann. Dazu muss der Essay scharf unterscheiden zwischen der Darstellung von Form und Inhalt der fremden Argumentation und der eigenen, begründeten Kritik. &amp;quot;Einsichtsfähigkeit und Einfallsreichtum&amp;quot; (S. 84) wachsen laut Rosenberg erst mit der fortwährenden Rekonstruktion und Auseinandersetzung mit argumentativ begründeten Thesen und können dementsprechend nicht einfach gelehrt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Strategien zur Überprüfung ==&lt;br /&gt;
Für die effiziente Suche nach Inkonsistenzen, bzw. Selbst-Widersprüchen in fremden Argumentationen, empfiehlt Rosenberg u. a. folgende Strategien:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der erste Schritt ist immer die transparente Rekonstruktion der argumentativen Struktur&lt;br /&gt;
* Formale Prüfung dieser Struktur&lt;br /&gt;
* Prüfung mit Blick auf die begrifflichen Festlegungen und möglichen Spannungen&lt;br /&gt;
* Explikation möglicher impliziter Widersprüche zwischen den Prämissen&lt;br /&gt;
* Modellierung eines strukturgleichen aber gegenläufigen Argumentes (gleiche Prämissen, andere Konklusion)&lt;br /&gt;
* Problematisierung und Modellierung einzelner (impliziter) Prämissen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Argumentative Grundlagen ==&lt;br /&gt;
Rosenberg beruft sich dabei auf folgende Prinzien, die dem vernünftige Denken zugrundeliegen. Ihre Verletzung provoziert eine sehr grundsätzliche Art von Kritik, insofern ihre Nichtbeachtung den rationalen Status eines Argumentes untergräbt. Einerseits müssen diese Prinzipien also beim Schreiben wissenschaftlicher Arbeiten beachtet werden, andererseits lassen sie sich für eine grundlegende Prüfung philosophischer Argumentationen nutzen:&lt;br /&gt;
''(Folgende Kurz-Referate entstanden im Rahmen des Aufbaumoduls &amp;quot;Formen des Philosophierens&amp;quot; im SoSe 2010.)''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Äquivokation ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist Äquivokation?&lt;br /&gt;
Ein Schlüsselbegriff des Argumentes hat mindestens zwei unterschiedliche Lesarten und innerhalb des Argumentes wird zwischen mindestens zwei verschiedenen Lesarten gewechselt (ohne darauf hinzuweisen?).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
These:&lt;br /&gt;
Äquivokation unterläuft die „Regel des vernünftigen Denkens“, dass die Gültigkeit eines Argumentes mit der gleichzeitigen Wahrheit seiner Prämissen vereinbar sein muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum?&lt;br /&gt;
Da die Äquivokation eine Form der Mehrdeutigkeit ist, gibt es mehrere Möglichkeiten, ein Argument zu interpretieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fall 1: Man liest den Schlüsselbegriff an allen Stellen des Argumentes gleich.&lt;br /&gt;
Dann kann es der Fall sein, dass mindestens eine der Prämissen, in denen der Schlüsselbegriff vorkommt dadurch falsch wird.&lt;br /&gt;
Dann ist das Argument zwar gültig, aber die Prämissen sind nicht zur selben Zeit wahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fall 2: Man liest den Schlüsselbegriff an allen Stellen des Argumentes unterschiedlich.&lt;br /&gt;
Dann sind zwar alle Prämissen wahr, aber das Argument ist ungültig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also schließen beide Interpretationsmöglichkeiten aus, dass die Gültigkeit des Argumentes mit der Wahrheit seiner Prämissen vereinbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Petitio Principii ===&lt;br /&gt;
'''(1. Version)'''&lt;br /&gt;
Eine Petitio Principii liegt dann vor, wenn eine Konklusion gleichzeitig als Prämisse gebraucht wird. Dies ist zwar methodisch möglich, da logisch eine der Prämissen mit der Konklusion übereinstimmen muss, aber trotzdem erscheint es falsch. Es liegt kein rein formales, sondern ein inhaltliches Problem vor. Wichtig für das Problem ist nur die eine zentrale Prämisse, die gleichzeitig die Konklusion ist. Sie ist Gegenstand der Kritik. &lt;br /&gt;
Wie lässt sich eine petitio pricipii fassen? Sie bezeichnet einen Fehler in der Argumentation: Der Vertreter der Prämisse (und damit der Konklusion) verstößt gegen die Regel des vernünftigen Argumentierens, die er gleichzeitig zur Grundlage seiner Argumentation gemacht hat: Er verhindert, dass die Prämisse unabhängig von der Konklusion kritisiert werden kann, da beide logisch äquivalent sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Probleme beim Erkennen der Petitio Principii: In der zentralen Prämisse ist meist die Konklusion implizit, nicht aber offensichtlich enthalten. Das Herausarbeiten kann sich dadurch schwieriger gestalten: Der Kritiker muss nachweisen, dass der Philosoph im betreffenden Zusammenhang eine Prämisse konstitutiv für eine Konklusion verwendet, obwohl sie formal äquivalent sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel der Kritik einer Petitio Principii: Annahmen über Zukunft &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Russel unterstellt dem Versuch, aus vergangenen Ereignissen auf die Zukunft zu schließen eine Petitio Principii, selbst wenn unsere lebenspraktischen Umstände diese Schlussfolgerung als ''vernünftig'' erscheinen lassen. Es gibt nach ihm keinen formalen Grund dafür, anzunehmen, dass wir am nächsten morgen als der Gleiche wieder aufwachen, nur weil dies bisher stets passiert ist. Das liege daran, dass die Annahme, morgen als derselbe aufzuwachen und der Schluss, es sei vernünftig, dies anzunehmen, den gleichen Inhalt haben. Nur weil sich unsere Erwartungen über die Zukunft bewahrheitet haben und vernünftig scheinen, gibt es keinen formalen Grund anzunehmen, dass sie deshalb in Zukunft genauso eintreten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''(2. Version)'''&lt;br /&gt;
Der Fall der petitio principii verletzt die Regeln des vernünftigen Denkens. Eine Petitio principii bedeutet, dass in einem Argument eine Konklusion als Prämisse gebraucht wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes Argument muss in einem dialektischen Zusammenhang stehen.&lt;br /&gt;
Die philosophische Methode setzt voraus, dass etwas nur dann die Qualität eines Arguments hat und eine Konklusion stützen kann, wenn ein Einwand gegen dieses Argument sich von einem Einwand gegen das, was gestützt werden soll, unterscheidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
In einer Form der klassischen Induktion wird die These formuliert: Was unsere Erwartungen in Bezug auf die Zukunft vernünftig macht, ist die Tatsache, dass sie zutreffen. &lt;br /&gt;
Fraglich ist, ob es überhaupt Erwartungen hinsichtlich der Zukunft gibt, die vernünftig sind. Jede Erwartung, die sich erfüllt, ist vernünftig und da sich unsere bisherigen Erwartungen erfüllt haben, ist es vernünftig anzunehmen, dass sich auch die zukünftigen Erwartungen erfüllen werden. Diese Annahme ist aber auch wieder eine Erwartung an die Zukunft und diese Erwartung muss dann, damit man zu der Konklusion kommt, vernünftig sein. Ein Argument, das diese Prämisse benutzt, um zu schlussfolgern, dass Erwartungen vernünftig sind, benutzt die Schlussfolgerung als Prämisse und begeht damit eine petitio principii.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Infiniter Regress ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein infiniter Regress liegt vor, wenn ein unabschließbarer rationaler Prozess des Schlussfolgerns, Begründens, Ableitens, etc. auftritt. Ein einfaches Beispiel hierfür wäre, wenn Tom groß ist (und das stimmt), dass &lt;br /&gt;
(1)	es ist wahr, dass Tom groß ist&lt;br /&gt;
(2)	es ist wahr, dass (1)&lt;br /&gt;
(3)	es ist wahr, dass (2) &lt;br /&gt;
Dies könnte man nun unendlich fortführen ohne jemals zu einem Ende zu kommen, es ist also ein infiniter Regress.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein solcher Regress kann benutzt werden, um eine philosophische These zu widerlegen. &lt;br /&gt;
Dazu bedarf es einiger Bedingungen: (1) Es muss ein Regress vorliegen, d. h. vor jedem zweiten Schritt muss folglich ein erster liegen. (2) Der Regress muss eine echte Konsequenz der vorliegenden kritisierten philosophischen These sein. (3) An dem aufgedeckten infiniten Regress muss etwas verkehrt sein. Rosenberg verdeutlicht diese Kriterien anhand des Beispiels des freien Willens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Beispiel setzt der infinite Regress dadurch ein, dass jeder freie Willensakt notwendig durch einen weiteren freien Willensakt verursacht wird. Freiwilliges Handeln setzt also eine unendliche Reihe von freien Willensakten voraus, wobei jeder durch einen vorangegangenen freien Willensakt verursacht wird. Die Frage, was eine Handlung zu einer freiwilligen Handlung macht, kann folglich nicht beantwortet werden, denn um einen freiwilligen Willensakt zu erklären, wird der Begriff des freiwilligen Willensaktes bereits vorausgesetzt. Es ergibt sich eine Endlosschleife ohne die Frage zu beantworten. Dies bezeichnet man als einen fatalen infiniten Regress. Ist ein solcher nachweisbar, so kann man  eine Theorie widerlegen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Gast</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://okapi.uni-frankfurt.de/index.php?title=Grundlagen_der_Argumentation&amp;diff=3340</id>
		<title>Grundlagen der Argumentation</title>
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				<updated>2010-07-22T15:31:58Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Gast: /* Strategien zur Prüfung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Stub}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Philosophieren (nach Rosenberg)==&lt;br /&gt;
Folgende Hinweise finden sich in Jay F. Rosenbergs Einführung &amp;quot;Philosophieren: Ein Handbuch für Anfänger&amp;quot; (Klostermann, 2009).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort bestimmt Rosenberg die Praxis des Philosophierens als eine Wissenschaft zweiter Ordnung, die sich mit den rationalen Verfahrensweisen und Begründungsstrukturen von Wissenschaften erster Ornung auseinandersetzt (Z.B. der Natur- und Sozialwisenschaften, der Künste, aber auch unserer Alltagspraxis. Kurz: Im Fokus der Philosophie steht &amp;quot;das rationale Erforschen rationaler Tätigkeiten&amp;quot; (S. 18). Den &amp;quot;sekundären Charakter&amp;quot; der Philosophie führt Rosenberg auf eine sehr allgemeine Methodik zurück, die er als ''dialektisches Argumentieren'' bezeichnet - wobei er eilig darauf hinweist, dass jenseits dieser sehr allgemeinen Auskunft kaum Einigkeit über ''die'' Methoden ''der'' Philosophie herrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die dialektische Methode ==&lt;br /&gt;
Mit der dialektischen Methode wird jenseits des philosphischen Staunens ''mit'' Argumenten ''auf'' Argumente eingegangen (S. 78). Die dabei vorgebrachte Kritik kann sich sowohl auf die formale Struktur bestehender Argumentationen als auch auf deren Inhalt beziehen. Formale Kritik bezieht sich nur auf die Gültigkeit der Argumente, indem aussagekräftige Modelle ihrer logischen Struktur entworfen werden. Inhaltliche oder interne Kritik adressiert die glaubwürdigkeit einzelner Prämissen und letztlich die Kohärenz des ganzen Systems von Begriffen und Überzeugungen, in die das Argument eingebettet ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik an Argumentationen ==&lt;br /&gt;
Auch ein philosophischer Essay folgt im Grunde immer dieser Methode, insofern er auf eine kritische Prüfung fremder Ansichten zielt. Ein Essay ist eben weder literarisches Selbstbekenntnis noch ein bloßer Bericht, sondern die begründete Verteidigung einer These, die sich wiederum auf die Thesen, Ansichten oder Positionen anderer beziehen kann. Dazu muss der Essay scharf unterscheiden zwischen der Darstellung von Form und Inhalt der fremden Argumentation und der eigenen, begründeten Kritik. &amp;quot;Einsichtsfähigkeit und Einfallsreichtum&amp;quot; (S. 84) wachsen laut Rosenberg erst mit der fortwährenden Rekonstruktion und Auseinandersetzung mit argumentativ begründeten Thesen und können dementsprechend nicht einfach gelehrt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Strategien zur Überprüfung ==&lt;br /&gt;
Für die effiziente Suche nach Inkonsistenzen, bzw. Selbst-Widersprüchen in fremden Argumentationen, empfiehlt Rosenberg u. a. folgende Strategien:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der erste Schritt ist immer die transparente Rekonstruktion der argumentativen Struktur&lt;br /&gt;
* Formale Prüfung dieser Struktur&lt;br /&gt;
* Prüfung mit Blick auf die begrifflichen Festlegungen und möglichen Spannungen&lt;br /&gt;
* Explikation möglicher impliziter Widersprüche zwischen den Prämissen&lt;br /&gt;
* Modellierung eines strukturgleichen aber gegenläufigen Argumentes (gleiche Prämissen, andere Konklusion)&lt;br /&gt;
* Problematisierung und Modellierung einzelner (impliziter) Prämissen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Argumentative Grundlagen ==&lt;br /&gt;
Rosenberg beruft sich dabei auf folgende Prinzien, die dem vernünftige Denken zugrundeliegen. Ihre Verletzung provoziert eine sehr grundsätzliche Art von Kritik, insofern ihre Nichtbeachtung den rationalen Status eines Argumentes untergräbt. Einerseits müssen diese Prinzipien also beim Schreiben wissenschaftlicher Arbeiten beachtet werden, andererseits lassen sie sich für eine grundlegende Prüfung philosophischer Argumentationen nutzen:&lt;br /&gt;
''(Folgende Kurz-Referate entstanden im Rahmen des Aufbaumoduls &amp;quot;Formen des Philosophierens&amp;quot; im SoSe 2010.)''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Äquivokation ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist Äquivokation?&lt;br /&gt;
Ein Schlüsselbegriff des Argumentes hat mindestens zwei unterschiedliche Lesarten und innerhalb des Argumentes wird zwischen mindestens zwei verschiedenen Lesarten gewechselt (ohne darauf hinzuweisen?).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
These:&lt;br /&gt;
Äquivokation unterläuft die „Regel des vernünftigen Denkens“, dass die Gültigkeit eines Argumentes mit der gleichzeitigen Wahrheit seiner Prämissen vereinbar sein muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum?&lt;br /&gt;
Da die Äquivokation eine Form der Mehrdeutigkeit ist, gibt es mehrere Möglichkeiten, ein Argument zu interpretieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fall 1: Man liest den Schlüsselbegriff an allen Stellen des Argumentes gleich.&lt;br /&gt;
Dann kann es der Fall sein, dass mindestens eine der Prämissen, in denen der Schlüsselbegriff vorkommt dadurch falsch wird.&lt;br /&gt;
Dann ist das Argument zwar gültig, aber die Prämissen sind nicht zur selben Zeit wahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fall 2: Man liest den Schlüsselbegriff an allen Stellen des Argumentes unterschiedlich.&lt;br /&gt;
Dann sind zwar alle Prämissen wahr, aber das Argument ist ungültig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also schließen beide Interpretationsmöglichkeiten aus, dass die Gültigkeit des Argumentes mit der Wahrheit seiner Prämissen vereinbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Petitio Principii ===&lt;br /&gt;
'''(1. Version)'''&lt;br /&gt;
Eine Petitio Principii liegt dann vor, wenn eine Konklusion gleichzeitig als Prämisse gebraucht wird. Dies ist zwar methodisch möglich, da logisch eine der Prämissen mit der Konklusion übereinstimmen muss, aber trotzdem erscheint es falsch. Es liegt also kein rein formales, sondern ein inhaltliches Problem vor. Wichtig für das Problem ist nur die eine zentrale Prämisse, die gleichzeitig die Konklusion ist. Sie ist Gegenstand der Kritik. &lt;br /&gt;
Wie lässt sich eine petitio pricipii fassen? Sie bezeichnet einen Fehler in der Argumentation: Der Vertreter der Prämisse (und damit der Konklusion) verstößt gegen die Regel des vernünftigen Argumentierens, die er gleichzeitig zur Grundlage seiner Argumentation gemacht hat: Er verhindert, dass die Prämisse unabhängig von der Konklusion kritisiert werden kann, da beide logisch äquivalent sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Probleme beim erkennen der Petitio Principii: In der zentralen Prämisse ist meist die Konklusion implizit, nicht offensichtlich enthalten. Das herausarbeiten kann sich dadurch schwieriger gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorzeigbarkeit im philosophischen Diskurs: Der Kritiker muss nachweisen, dass der Philosoph im betreffenden Zusammenhang ein Prämisse konstitutiv für eine Konklusion verwendet, obwohl sie formal äquivalent sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel der Kritik einer Petitio Principii: Annahmen über Zukunft &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Russel unterstellt dem Versuch, aus vergangenen Ereignissen auf die Zukunft zu schließen eine Petitio Principii, selbst wenn die Umstände es vernünftig erscheinen lassen. Es gibt nach ihm keinen formalen Grund dafür, anzunehmen, dass wir am nächsten morgen als der Gleiche wieder aufwachen, nur weil dies stets passiert. Das liegt daran, dass die Annahme, morgen als derselbe aufzuwachen und der Schluss, es sei vernünftig, dies anzunehmen, den gleichen Inhalt haben. Nur weil sich unsere Erwartungen über die Zukunft bewahrheitet haben und vernünftig scheinen, gibt es keinen formalen Grund anzunehmen, dass sie deshalb in Zukunft genauso eintreten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''(2. Version)'''&lt;br /&gt;
Der Fall der petitio principii verletzt die Regeln des vernünftigen Denkens. Petitio principii bedeutet, dass in einem Argument eine Konklusion als Prämisse gebraucht wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes Argument muss in einem dialektischen Zusammenhang stehen.&lt;br /&gt;
Die philosophische Methode setzt voraus, dass etwas nur dann die Qualität eines Arguments hat und eine Konklusion stützen kann, wenn ein Einwand gegen dieses Argument sich von einem Einwand gegen das, was gestützt werden soll, unterscheidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
In einer Form der klassischen Induktion wird die These formuliert: Was unsere Erwartungen in Bezug auf die Zukunft vernünftig macht, ist die Tatsache, dass sie zutreffen. &lt;br /&gt;
Fraglich ist, ob es überhaupt Erwartungen hinsichtlich der Zukunft gibt, die vernünftig sind. Jede Erwartung, die sich erfüllt, ist vernünftig und da sich unsere bisherigen Erwartungen erfüllt haben, ist es vernünftig anzunehmen, dass sich auch die zukünftigen Erwartungen erfüllen werden. Diese Annahme ist aber auch wieder eine Erwartung an die Zukunft und diese Erwartung muss dann, damit man zu der Konklusion kommt, vernünftig sein. Ein Argument, das diese Prämisse benutzt, um zu schlussfolgern, dass Erwartungen vernünftig sind, benutzt die Schlussfolgerung als Prämisse und begeht damit eine petitio principii.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Infiniter Regress ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein infiniter Regress liegt vor, wenn ein unabschließbarer rationaler Prozess des Schlussfolgerns, Begründens, Ableitens, etc. auftritt. Ein einfaches Beispiel hierfür wäre, wenn Tom groß ist (und das stimmt), dass &lt;br /&gt;
(1)	es ist wahr, dass Tom groß ist&lt;br /&gt;
(2)	es ist wahr, dass (1)&lt;br /&gt;
(3)	es ist wahr, dass (2) &lt;br /&gt;
Dies könnte man nun unendlich fortführen ohne jemals zu einem Ende zu kommen, es ist also ein infiniter Regress.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein solcher Regress kann benutzt werden, um eine philosophische These zu widerlegen. &lt;br /&gt;
Dazu bedarf es einiger Bedingungen: (1) Es muss ein Regress vorliegen, d. h. vor jedem zweiten Schritt muss folglich ein erster liegen. (2) Der Regress muss eine echte Konsequenz der vorliegenden kritisierten philosophischen These sein. (3) An dem aufgedeckten infiniten Regress muss etwas verkehrt sein. Rosenberg verdeutlicht diese Kriterien anhand des Beispiels des freien Willens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Beispiel setzt der infinite Regress dadurch ein, dass jeder freie Willensakt notwendig durch einen weiteren freien Willensakt verursacht wird. Freiwilliges Handeln setzt also eine unendliche Reihe von freien Willensakten voraus, wobei jeder durch einen vorangegangenen freien Willensakt verursacht wird. Die Frage, was eine Handlung zu einer freiwilligen Handlung macht, kann folglich nicht beantwortet werden, denn um einen freiwilligen Willensakt zu erklären, wird der Begriff des freiwilligen Willensaktes bereits vorausgesetzt. Es ergibt sich eine Endlosschleife ohne die Frage zu beantworten. Dies bezeichnet man als einen fatalen infiniten Regress. Ist ein solcher nachweisbar, so kann man  eine Theorie widerlegen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Gast</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://okapi.uni-frankfurt.de/index.php?title=Grundlagen_der_Argumentation&amp;diff=3339</id>
		<title>Grundlagen der Argumentation</title>
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				<updated>2010-07-22T15:30:43Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Gast: /* Philosophieren (nach Rosenberg) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Stub}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Philosophieren (nach Rosenberg)==&lt;br /&gt;
Folgende Hinweise finden sich in Jay F. Rosenbergs Einführung &amp;quot;Philosophieren: Ein Handbuch für Anfänger&amp;quot; (Klostermann, 2009).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort bestimmt Rosenberg die Praxis des Philosophierens als eine Wissenschaft zweiter Ordnung, die sich mit den rationalen Verfahrensweisen und Begründungsstrukturen von Wissenschaften erster Ornung auseinandersetzt (Z.B. der Natur- und Sozialwisenschaften, der Künste, aber auch unserer Alltagspraxis. Kurz: Im Fokus der Philosophie steht &amp;quot;das rationale Erforschen rationaler Tätigkeiten&amp;quot; (S. 18). Den &amp;quot;sekundären Charakter&amp;quot; der Philosophie führt Rosenberg auf eine sehr allgemeine Methodik zurück, die er als ''dialektisches Argumentieren'' bezeichnet - wobei er eilig darauf hinweist, dass jenseits dieser sehr allgemeinen Auskunft kaum Einigkeit über ''die'' Methoden ''der'' Philosophie herrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die dialektische Methode ==&lt;br /&gt;
Mit der dialektischen Methode wird jenseits des philosphischen Staunens ''mit'' Argumenten ''auf'' Argumente eingegangen (S. 78). Die dabei vorgebrachte Kritik kann sich sowohl auf die formale Struktur bestehender Argumentationen als auch auf deren Inhalt beziehen. Formale Kritik bezieht sich nur auf die Gültigkeit der Argumente, indem aussagekräftige Modelle ihrer logischen Struktur entworfen werden. Inhaltliche oder interne Kritik adressiert die glaubwürdigkeit einzelner Prämissen und letztlich die Kohärenz des ganzen Systems von Begriffen und Überzeugungen, in die das Argument eingebettet ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik an Argumentationen ==&lt;br /&gt;
Auch ein philosophischer Essay folgt im Grunde immer dieser Methode, insofern er auf eine kritische Prüfung fremder Ansichten zielt. Ein Essay ist eben weder literarisches Selbstbekenntnis noch ein bloßer Bericht, sondern die begründete Verteidigung einer These, die sich wiederum auf die Thesen, Ansichten oder Positionen anderer beziehen kann. Dazu muss der Essay scharf unterscheiden zwischen der Darstellung von Form und Inhalt der fremden Argumentation und der eigenen, begründeten Kritik. &amp;quot;Einsichtsfähigkeit und Einfallsreichtum&amp;quot; (S. 84) wachsen laut Rosenberg erst mit der fortwährenden Rekonstruktion und Auseinandersetzung mit argumentativ begründeten Thesen und können dementsprechend nicht einfach gelehrt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Strategien zur Prüfung ==&lt;br /&gt;
Für die effiziente Suche nach Inkonsistenzen, bzw. Selbst-Widersprüchen in fremden Argumentationen, empfiehlt Rosenberg in etwa folgende Strategie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der erste Schritt ist immer die transparente Rekonstruktion der argumentativen Struktur&lt;br /&gt;
* Formale Prüfung dieser Struktur&lt;br /&gt;
* Prüfung mit Blick auf die begrifflichen Festlegungen und möglichen Spannungen&lt;br /&gt;
* Explikation möglicher impliziter Widersprüche zwischen den Prämissen&lt;br /&gt;
* Modellierung eines strukturgleichen aber gegenläufigen Argumentes (gleiche Prämissen, andere Konklusion)&lt;br /&gt;
* Problematisierung und Modellierung einzelner (impliziter) Prämissen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Argumentative Grundlagen ==&lt;br /&gt;
Rosenberg beruft sich dabei auf folgende Prinzien, die dem vernünftige Denken zugrundeliegen. Ihre Verletzung provoziert eine sehr grundsätzliche Art von Kritik, insofern ihre Nichtbeachtung den rationalen Status eines Argumentes untergräbt. Einerseits müssen diese Prinzipien also beim Schreiben wissenschaftlicher Arbeiten beachtet werden, andererseits lassen sie sich für eine grundlegende Prüfung philosophischer Argumentationen nutzen:&lt;br /&gt;
''(Folgende Kurz-Referate entstanden im Rahmen des Aufbaumoduls &amp;quot;Formen des Philosophierens&amp;quot; im SoSe 2010.)''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Äquivokation ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist Äquivokation?&lt;br /&gt;
Ein Schlüsselbegriff des Argumentes hat mindestens zwei unterschiedliche Lesarten und innerhalb des Argumentes wird zwischen mindestens zwei verschiedenen Lesarten gewechselt (ohne darauf hinzuweisen?).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
These:&lt;br /&gt;
Äquivokation unterläuft die „Regel des vernünftigen Denkens“, dass die Gültigkeit eines Argumentes mit der gleichzeitigen Wahrheit seiner Prämissen vereinbar sein muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum?&lt;br /&gt;
Da die Äquivokation eine Form der Mehrdeutigkeit ist, gibt es mehrere Möglichkeiten, ein Argument zu interpretieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fall 1: Man liest den Schlüsselbegriff an allen Stellen des Argumentes gleich.&lt;br /&gt;
Dann kann es der Fall sein, dass mindestens eine der Prämissen, in denen der Schlüsselbegriff vorkommt dadurch falsch wird.&lt;br /&gt;
Dann ist das Argument zwar gültig, aber die Prämissen sind nicht zur selben Zeit wahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fall 2: Man liest den Schlüsselbegriff an allen Stellen des Argumentes unterschiedlich.&lt;br /&gt;
Dann sind zwar alle Prämissen wahr, aber das Argument ist ungültig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also schließen beide Interpretationsmöglichkeiten aus, dass die Gültigkeit des Argumentes mit der Wahrheit seiner Prämissen vereinbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Petitio Principii ===&lt;br /&gt;
'''(1. Version)'''&lt;br /&gt;
Eine Petitio Principii liegt dann vor, wenn eine Konklusion gleichzeitig als Prämisse gebraucht wird. Dies ist zwar methodisch möglich, da logisch eine der Prämissen mit der Konklusion übereinstimmen muss, aber trotzdem erscheint es falsch. Es liegt also kein rein formales, sondern ein inhaltliches Problem vor. Wichtig für das Problem ist nur die eine zentrale Prämisse, die gleichzeitig die Konklusion ist. Sie ist Gegenstand der Kritik. &lt;br /&gt;
Wie lässt sich eine petitio pricipii fassen? Sie bezeichnet einen Fehler in der Argumentation: Der Vertreter der Prämisse (und damit der Konklusion) verstößt gegen die Regel des vernünftigen Argumentierens, die er gleichzeitig zur Grundlage seiner Argumentation gemacht hat: Er verhindert, dass die Prämisse unabhängig von der Konklusion kritisiert werden kann, da beide logisch äquivalent sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Probleme beim erkennen der Petitio Principii: In der zentralen Prämisse ist meist die Konklusion implizit, nicht offensichtlich enthalten. Das herausarbeiten kann sich dadurch schwieriger gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorzeigbarkeit im philosophischen Diskurs: Der Kritiker muss nachweisen, dass der Philosoph im betreffenden Zusammenhang ein Prämisse konstitutiv für eine Konklusion verwendet, obwohl sie formal äquivalent sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel der Kritik einer Petitio Principii: Annahmen über Zukunft &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Russel unterstellt dem Versuch, aus vergangenen Ereignissen auf die Zukunft zu schließen eine Petitio Principii, selbst wenn die Umstände es vernünftig erscheinen lassen. Es gibt nach ihm keinen formalen Grund dafür, anzunehmen, dass wir am nächsten morgen als der Gleiche wieder aufwachen, nur weil dies stets passiert. Das liegt daran, dass die Annahme, morgen als derselbe aufzuwachen und der Schluss, es sei vernünftig, dies anzunehmen, den gleichen Inhalt haben. Nur weil sich unsere Erwartungen über die Zukunft bewahrheitet haben und vernünftig scheinen, gibt es keinen formalen Grund anzunehmen, dass sie deshalb in Zukunft genauso eintreten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''(2. Version)'''&lt;br /&gt;
Der Fall der petitio principii verletzt die Regeln des vernünftigen Denkens. Petitio principii bedeutet, dass in einem Argument eine Konklusion als Prämisse gebraucht wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes Argument muss in einem dialektischen Zusammenhang stehen.&lt;br /&gt;
Die philosophische Methode setzt voraus, dass etwas nur dann die Qualität eines Arguments hat und eine Konklusion stützen kann, wenn ein Einwand gegen dieses Argument sich von einem Einwand gegen das, was gestützt werden soll, unterscheidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
In einer Form der klassischen Induktion wird die These formuliert: Was unsere Erwartungen in Bezug auf die Zukunft vernünftig macht, ist die Tatsache, dass sie zutreffen. &lt;br /&gt;
Fraglich ist, ob es überhaupt Erwartungen hinsichtlich der Zukunft gibt, die vernünftig sind. Jede Erwartung, die sich erfüllt, ist vernünftig und da sich unsere bisherigen Erwartungen erfüllt haben, ist es vernünftig anzunehmen, dass sich auch die zukünftigen Erwartungen erfüllen werden. Diese Annahme ist aber auch wieder eine Erwartung an die Zukunft und diese Erwartung muss dann, damit man zu der Konklusion kommt, vernünftig sein. Ein Argument, das diese Prämisse benutzt, um zu schlussfolgern, dass Erwartungen vernünftig sind, benutzt die Schlussfolgerung als Prämisse und begeht damit eine petitio principii.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Infiniter Regress ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein infiniter Regress liegt vor, wenn ein unabschließbarer rationaler Prozess des Schlussfolgerns, Begründens, Ableitens, etc. auftritt. Ein einfaches Beispiel hierfür wäre, wenn Tom groß ist (und das stimmt), dass &lt;br /&gt;
(1)	es ist wahr, dass Tom groß ist&lt;br /&gt;
(2)	es ist wahr, dass (1)&lt;br /&gt;
(3)	es ist wahr, dass (2) &lt;br /&gt;
Dies könnte man nun unendlich fortführen ohne jemals zu einem Ende zu kommen, es ist also ein infiniter Regress.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein solcher Regress kann benutzt werden, um eine philosophische These zu widerlegen. &lt;br /&gt;
Dazu bedarf es einiger Bedingungen: (1) Es muss ein Regress vorliegen, d. h. vor jedem zweiten Schritt muss folglich ein erster liegen. (2) Der Regress muss eine echte Konsequenz der vorliegenden kritisierten philosophischen These sein. (3) An dem aufgedeckten infiniten Regress muss etwas verkehrt sein. Rosenberg verdeutlicht diese Kriterien anhand des Beispiels des freien Willens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Beispiel setzt der infinite Regress dadurch ein, dass jeder freie Willensakt notwendig durch einen weiteren freien Willensakt verursacht wird. Freiwilliges Handeln setzt also eine unendliche Reihe von freien Willensakten voraus, wobei jeder durch einen vorangegangenen freien Willensakt verursacht wird. Die Frage, was eine Handlung zu einer freiwilligen Handlung macht, kann folglich nicht beantwortet werden, denn um einen freiwilligen Willensakt zu erklären, wird der Begriff des freiwilligen Willensaktes bereits vorausgesetzt. Es ergibt sich eine Endlosschleife ohne die Frage zu beantworten. Dies bezeichnet man als einen fatalen infiniten Regress. Ist ein solcher nachweisbar, so kann man  eine Theorie widerlegen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Gast</name></author>	</entry>

	<entry>
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		<title>Grundlagen der Argumentation</title>
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				<updated>2010-07-22T15:30:13Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Gast: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Stub}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Philosophieren (nach Rosenberg)==&lt;br /&gt;
Folgende Hinweise finden sich in Jay F. Rosenbergs Einführung &amp;quot;Philosophieren: Ein Handbuch für Anfänger&amp;quot; (Klostermann, 2009).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort erläutert Rosenberg die Praxis des Philosophierens als eine Wissenschaft zweiter Ordnung, die sich mit den rationalen Verfahrensweisen und Begründungsstrukturen von Wissenschaften erster Ornung auseinandersetzt (Z.B. der Natur- und Sozialwisenschaften, der Künste, aber auch unserer Alltagspraxis. Kurz: Im Fokus der Philosophie steht &amp;quot;das rationale Erforschen rationaler Tätigkeiten&amp;quot; (S. 18). Den &amp;quot;sekundären Charakter&amp;quot; der Philosophie führt Rosenberg auf eine sehr allgemeine Methodik zurück, die er als ''dialektisches Argumentieren'' bezeichnet - wobei er eilig darauf hinweist, dass jenseits dieser sehr allgemeinen Auskunft kaum Einigkeit über ''die'' Methoden ''der'' Philosophie herrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die dialektische Methode ==&lt;br /&gt;
Mit der dialektischen Methode wird jenseits des philosphischen Staunens ''mit'' Argumenten ''auf'' Argumente eingegangen (S. 78). Die dabei vorgebrachte Kritik kann sich sowohl auf die formale Struktur bestehender Argumentationen als auch auf deren Inhalt beziehen. Formale Kritik bezieht sich nur auf die Gültigkeit der Argumente, indem aussagekräftige Modelle ihrer logischen Struktur entworfen werden. Inhaltliche oder interne Kritik adressiert die glaubwürdigkeit einzelner Prämissen und letztlich die Kohärenz des ganzen Systems von Begriffen und Überzeugungen, in die das Argument eingebettet ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik an Argumentationen ==&lt;br /&gt;
Auch ein philosophischer Essay folgt im Grunde immer dieser Methode, insofern er auf eine kritische Prüfung fremder Ansichten zielt. Ein Essay ist eben weder literarisches Selbstbekenntnis noch ein bloßer Bericht, sondern die begründete Verteidigung einer These, die sich wiederum auf die Thesen, Ansichten oder Positionen anderer beziehen kann. Dazu muss der Essay scharf unterscheiden zwischen der Darstellung von Form und Inhalt der fremden Argumentation und der eigenen, begründeten Kritik. &amp;quot;Einsichtsfähigkeit und Einfallsreichtum&amp;quot; (S. 84) wachsen laut Rosenberg erst mit der fortwährenden Rekonstruktion und Auseinandersetzung mit argumentativ begründeten Thesen und können dementsprechend nicht einfach gelehrt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Strategien zur Prüfung ==&lt;br /&gt;
Für die effiziente Suche nach Inkonsistenzen, bzw. Selbst-Widersprüchen in fremden Argumentationen, empfiehlt Rosenberg in etwa folgende Strategie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der erste Schritt ist immer die transparente Rekonstruktion der argumentativen Struktur&lt;br /&gt;
* Formale Prüfung dieser Struktur&lt;br /&gt;
* Prüfung mit Blick auf die begrifflichen Festlegungen und möglichen Spannungen&lt;br /&gt;
* Explikation möglicher impliziter Widersprüche zwischen den Prämissen&lt;br /&gt;
* Modellierung eines strukturgleichen aber gegenläufigen Argumentes (gleiche Prämissen, andere Konklusion)&lt;br /&gt;
* Problematisierung und Modellierung einzelner (impliziter) Prämissen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Argumentative Grundlagen ==&lt;br /&gt;
Rosenberg beruft sich dabei auf folgende Prinzien, die dem vernünftige Denken zugrundeliegen. Ihre Verletzung provoziert eine sehr grundsätzliche Art von Kritik, insofern ihre Nichtbeachtung den rationalen Status eines Argumentes untergräbt. Einerseits müssen diese Prinzipien also beim Schreiben wissenschaftlicher Arbeiten beachtet werden, andererseits lassen sie sich für eine grundlegende Prüfung philosophischer Argumentationen nutzen:&lt;br /&gt;
''(Folgende Kurz-Referate entstanden im Rahmen des Aufbaumoduls &amp;quot;Formen des Philosophierens&amp;quot; im SoSe 2010.)''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Äquivokation ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist Äquivokation?&lt;br /&gt;
Ein Schlüsselbegriff des Argumentes hat mindestens zwei unterschiedliche Lesarten und innerhalb des Argumentes wird zwischen mindestens zwei verschiedenen Lesarten gewechselt (ohne darauf hinzuweisen?).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
These:&lt;br /&gt;
Äquivokation unterläuft die „Regel des vernünftigen Denkens“, dass die Gültigkeit eines Argumentes mit der gleichzeitigen Wahrheit seiner Prämissen vereinbar sein muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum?&lt;br /&gt;
Da die Äquivokation eine Form der Mehrdeutigkeit ist, gibt es mehrere Möglichkeiten, ein Argument zu interpretieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fall 1: Man liest den Schlüsselbegriff an allen Stellen des Argumentes gleich.&lt;br /&gt;
Dann kann es der Fall sein, dass mindestens eine der Prämissen, in denen der Schlüsselbegriff vorkommt dadurch falsch wird.&lt;br /&gt;
Dann ist das Argument zwar gültig, aber die Prämissen sind nicht zur selben Zeit wahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fall 2: Man liest den Schlüsselbegriff an allen Stellen des Argumentes unterschiedlich.&lt;br /&gt;
Dann sind zwar alle Prämissen wahr, aber das Argument ist ungültig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also schließen beide Interpretationsmöglichkeiten aus, dass die Gültigkeit des Argumentes mit der Wahrheit seiner Prämissen vereinbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Petitio Principii ===&lt;br /&gt;
'''(1. Version)'''&lt;br /&gt;
Eine Petitio Principii liegt dann vor, wenn eine Konklusion gleichzeitig als Prämisse gebraucht wird. Dies ist zwar methodisch möglich, da logisch eine der Prämissen mit der Konklusion übereinstimmen muss, aber trotzdem erscheint es falsch. Es liegt also kein rein formales, sondern ein inhaltliches Problem vor. Wichtig für das Problem ist nur die eine zentrale Prämisse, die gleichzeitig die Konklusion ist. Sie ist Gegenstand der Kritik. &lt;br /&gt;
Wie lässt sich eine petitio pricipii fassen? Sie bezeichnet einen Fehler in der Argumentation: Der Vertreter der Prämisse (und damit der Konklusion) verstößt gegen die Regel des vernünftigen Argumentierens, die er gleichzeitig zur Grundlage seiner Argumentation gemacht hat: Er verhindert, dass die Prämisse unabhängig von der Konklusion kritisiert werden kann, da beide logisch äquivalent sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Probleme beim erkennen der Petitio Principii: In der zentralen Prämisse ist meist die Konklusion implizit, nicht offensichtlich enthalten. Das herausarbeiten kann sich dadurch schwieriger gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorzeigbarkeit im philosophischen Diskurs: Der Kritiker muss nachweisen, dass der Philosoph im betreffenden Zusammenhang ein Prämisse konstitutiv für eine Konklusion verwendet, obwohl sie formal äquivalent sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel der Kritik einer Petitio Principii: Annahmen über Zukunft &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Russel unterstellt dem Versuch, aus vergangenen Ereignissen auf die Zukunft zu schließen eine Petitio Principii, selbst wenn die Umstände es vernünftig erscheinen lassen. Es gibt nach ihm keinen formalen Grund dafür, anzunehmen, dass wir am nächsten morgen als der Gleiche wieder aufwachen, nur weil dies stets passiert. Das liegt daran, dass die Annahme, morgen als derselbe aufzuwachen und der Schluss, es sei vernünftig, dies anzunehmen, den gleichen Inhalt haben. Nur weil sich unsere Erwartungen über die Zukunft bewahrheitet haben und vernünftig scheinen, gibt es keinen formalen Grund anzunehmen, dass sie deshalb in Zukunft genauso eintreten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''(2. Version)'''&lt;br /&gt;
Der Fall der petitio principii verletzt die Regeln des vernünftigen Denkens. Petitio principii bedeutet, dass in einem Argument eine Konklusion als Prämisse gebraucht wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes Argument muss in einem dialektischen Zusammenhang stehen.&lt;br /&gt;
Die philosophische Methode setzt voraus, dass etwas nur dann die Qualität eines Arguments hat und eine Konklusion stützen kann, wenn ein Einwand gegen dieses Argument sich von einem Einwand gegen das, was gestützt werden soll, unterscheidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
In einer Form der klassischen Induktion wird die These formuliert: Was unsere Erwartungen in Bezug auf die Zukunft vernünftig macht, ist die Tatsache, dass sie zutreffen. &lt;br /&gt;
Fraglich ist, ob es überhaupt Erwartungen hinsichtlich der Zukunft gibt, die vernünftig sind. Jede Erwartung, die sich erfüllt, ist vernünftig und da sich unsere bisherigen Erwartungen erfüllt haben, ist es vernünftig anzunehmen, dass sich auch die zukünftigen Erwartungen erfüllen werden. Diese Annahme ist aber auch wieder eine Erwartung an die Zukunft und diese Erwartung muss dann, damit man zu der Konklusion kommt, vernünftig sein. Ein Argument, das diese Prämisse benutzt, um zu schlussfolgern, dass Erwartungen vernünftig sind, benutzt die Schlussfolgerung als Prämisse und begeht damit eine petitio principii.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Infiniter Regress ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein infiniter Regress liegt vor, wenn ein unabschließbarer rationaler Prozess des Schlussfolgerns, Begründens, Ableitens, etc. auftritt. Ein einfaches Beispiel hierfür wäre, wenn Tom groß ist (und das stimmt), dass &lt;br /&gt;
(1)	es ist wahr, dass Tom groß ist&lt;br /&gt;
(2)	es ist wahr, dass (1)&lt;br /&gt;
(3)	es ist wahr, dass (2) &lt;br /&gt;
Dies könnte man nun unendlich fortführen ohne jemals zu einem Ende zu kommen, es ist also ein infiniter Regress.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein solcher Regress kann benutzt werden, um eine philosophische These zu widerlegen. &lt;br /&gt;
Dazu bedarf es einiger Bedingungen: (1) Es muss ein Regress vorliegen, d. h. vor jedem zweiten Schritt muss folglich ein erster liegen. (2) Der Regress muss eine echte Konsequenz der vorliegenden kritisierten philosophischen These sein. (3) An dem aufgedeckten infiniten Regress muss etwas verkehrt sein. Rosenberg verdeutlicht diese Kriterien anhand des Beispiels des freien Willens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Beispiel setzt der infinite Regress dadurch ein, dass jeder freie Willensakt notwendig durch einen weiteren freien Willensakt verursacht wird. Freiwilliges Handeln setzt also eine unendliche Reihe von freien Willensakten voraus, wobei jeder durch einen vorangegangenen freien Willensakt verursacht wird. Die Frage, was eine Handlung zu einer freiwilligen Handlung macht, kann folglich nicht beantwortet werden, denn um einen freiwilligen Willensakt zu erklären, wird der Begriff des freiwilligen Willensaktes bereits vorausgesetzt. Es ergibt sich eine Endlosschleife ohne die Frage zu beantworten. Dies bezeichnet man als einen fatalen infiniten Regress. Ist ein solcher nachweisbar, so kann man  eine Theorie widerlegen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Gast</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://okapi.uni-frankfurt.de/index.php?title=Schriftliche_Arbeiten_im_Studium&amp;diff=3337</id>
		<title>Schriftliche Arbeiten im Studium</title>
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				<updated>2010-07-22T15:09:48Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Gast: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Erstellung von wissenschaftlichen Arbeiten == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Hausarbeit.jpg|right]]&lt;br /&gt;
Sie finden hier einen Überblick über zentrale Aspekte erfolgreicher Textproduktion, die Sie beim Verfassen ''jeder'' Art von Text im Rahmen des Philosophiestudiums beachten sollten. Dazu gehört insbesondere durch korrektes Zitieren klarzustellen, an welchen Stellen Sie sich in irgendeiner Form auf die Gedanken Anderer beziehen. Informieren können Sie sich hier außerdem über die Möglichkeiten der Suche nach und Beschaffung von philosophischer Literatur in Frankfurter Bibliotheken, per Fernleihe oder in Online-Datenbanken. Darüber hinaus finden Sie verschiedene Tipps und Strategien im Kontext philosophischen Schreibens und Erläuterungen zu unterschiedlichen Textsorten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere, allgemeine Hinweise zum universitären Arbeiten finden Sie unter [[Arbeitstechniken]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Achtung|'''Achtung:''' Wenn in einer Veranstaltung das Anfertigen einer schriftlichen Arbeit als Prüfungsleistung angeboten wird, informieren Sie sich unbedingt bei der Dozentin oder dem Dozenten über die spezifischen Anforderungen, die im Detail durchaus von den hier gemachten Vorschlägen abweichen können!}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Gute wissenschaftliche Praxis]] - Allgemeine Hinweise.&lt;br /&gt;
* [[Plagiarismus]] - Verdächtigungen vermeiden.&lt;br /&gt;
* [[Literaturrecherche]] - Übersicht zu Recherche und Beschaffung von Literatur.&lt;br /&gt;
* [[Lesetechniken|Lesetechniken und Exzerpieren]] - Grundlegende Tipps.&lt;br /&gt;
* [[Zitieren]] - Anleitung zum korrekten Verweis auf fremdes Gedankengut.&lt;br /&gt;
* [[Stilistische Hinweise zum Verfassen philosophischer Texte]]&lt;br /&gt;
* [[Philosophische Fragestellungen]] - Hinweise zur eigenständigen Entwicklung von Leitfragen&lt;br /&gt;
* [[Grundlagen der Argumentation]] - Philosophische Basics (im Aufbau)&lt;br /&gt;
* [[Struktur wissenschaftlicher Arbeiten|Struktur philosophischer Arbeiten]] - Grundsätzliche Vorschläge (im Aufbau)&lt;br /&gt;
* [[Formale Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten]] - Hinweise zu Deckblatt, Seitenformat usw. &lt;br /&gt;
* [[Überarbeiten]] - Anmerkungen zur Optimierung von Rohfassungen.&lt;br /&gt;
* [[Korrekturlesen]] - Kriterien zum Überprüfen.&lt;br /&gt;
* [[Argumentation]] - (im Aufbau)&lt;br /&gt;
* [[Word Kurzanleitung]] - Hinweise zur effizienten Einstellung Ihres Textverarbeitungsprogramms.&lt;br /&gt;
* [[Gezielte Internetsuche]] - Hinweise zur Spezifizierung von Suchanfragen.&lt;br /&gt;
* [[Software|hilfreiche Software]] - Günstige Programme zur Textverarbeitung.&lt;br /&gt;
* [[Druckservice|universitärer Druckservice]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Textsorten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Besprechungstermin mit DozentInnen können Sie sich einen Überblick über das Verfassen schriftlicher Arbeiten in den folgenden OKAPI-Beiträgen verschaffen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Referat]]&lt;br /&gt;
* [[Essay]]&lt;br /&gt;
* [[Hausarbeit]]&lt;br /&gt;
* [[Magisterarbeit]]&lt;br /&gt;
* [[Dissertation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturhinweise zum Thema ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allgemeine Einführungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Poenicke, Klaus: Wie verfaßt man wissenschaftliche Arbeiten? Ein Leitfaden vom 1. Studiensemester bis zur Promotion; Duden Taschenbücher; 3-411-02751-7&lt;br /&gt;
* Booth/Colomb/Williams: The Craft of Research; 0-226-06584-7, (Altbestand Anglistik: WE 150.52)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Speziell zur Philosophie&lt;br /&gt;
* Tetens, Holm: Philosophisches Argumentieren, 3-406-51114-7, (02/CC 4800 T347)&lt;br /&gt;
* Martinich, A. P.: Philosophical Writing, 1-4051-3167-4&lt;br /&gt;
* Norbert Herold: Philosophie: Studium, Text und Argument, 3-8258-2220-6, (02/CB 4000 H561)&lt;br /&gt;
* Walther, Jürgen: Philosophisches Argumentieren : Lehr- und Übungsbuch / , 3-495-47689-X, (02/CC 2400 W237 P5)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Universitäre Orientierungshilfen online ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*An der Goethe Universität steht Ihnen das '''[http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb10/IDLD/kompetenzzentrum_schreiben/index.html Kompetenzzentrum Schreiben]''' zur Seite - mit Tipps und Workshops zu Produktion und Umgang mit verschiedenen Textsorten sowie individuellen Beratungsangeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dort findet sich außerdem eine weiterführende [http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb10/IDLD/kompetenzzentrum_schreiben/sws_material/sws_schreibwerkstaetten/index.html Linkliste zum Angebot anderer deutscher Hochschulen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Philosophiedozent Andreas Vieth bietet auf seiner Homepage eine sehr umfangreiche [http://www.uni-due.de/philosophie/vieth/hausarbeiten.shtml Broschüre zum Download] an - u.a. mit einer Sammlung typischer Mängel in philosophischen Arbeiten von Studierenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Einen '''[http://www.uni-due.de/schreibwerkstatt/trainer/index.html online Schreibtrainer]''' mit Erklärungen und Anleitungen von &amp;quot;Schreibanlässen&amp;quot; bis zu &amp;quot;neuer Rechtschreibung&amp;quot; hält auch die Universität Duisburg Essen bereit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eine detaillierte englische Einführung zum Verfassen philosophischer Texte mit vielen anschaulichen Beispielen bietet die [http://www.jimpryor.net/teaching/guidelines/writing.html Homepage von Jim Pryor] (NYU).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spezifische Hinweise von Lehrenden aus Frankfurt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soweit die Lehrenden des Instituts Hinweise für Ihre Seminare herausgegeben haben, finden Sie sie hier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.philosophie.uni-frankfurt.de/lehrende_index/Homepage_Willaschek/lehre/index.html Hinweise von Prof. Willaschek (PDF-Datei)]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Gast</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://okapi.uni-frankfurt.de/index.php?title=Grundlagen_der_Argumentation&amp;diff=3314</id>
		<title>Grundlagen der Argumentation</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://okapi.uni-frankfurt.de/index.php?title=Grundlagen_der_Argumentation&amp;diff=3314"/>
				<updated>2010-06-24T13:51:38Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Gast: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Folgende Hinweise finden sich in Jay F. Rosenbergs Einführung &amp;quot;Philosophieren: Ein Handbuch für Anfänger&amp;quot; (Klostermann, 2009).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort erläutert er die Praxis des Philosophierens als eine Wissenschaft zweiter Ordnung, die sich mit den rationalen Verfahrensweisen und Begründungsstrukturen von Wissenschaften erster Ornung auseinandersetzt (Z.B. der Natur- und Sozialwisenschaften, der Künste, aber auch der unserer Alltagspraxis. Kurz: Im Fokus der Philosophie steht &amp;quot;das rationale Erforschen rationaler Tätigkeiten&amp;quot; (S. 18). Den &amp;quot;sekundären Charakter&amp;quot; der Philosophie führt er auf ihre spezifische Methode zurück, die er als dialektisches Argumentieren bezeichnet - wobei er einig darauf hinweist, dass jenseits dieser sehr allgemeinen Auskunft kaum Einigkeit über ''die'' Methode der Philosophie herrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der dialektischen Methode wird jenseits des philosphischen Staunens ''mit'' Argumenten ''auf'' Argumente eingegangen (S. 78). Die dabei vorgebrachte Kritik kann sowohl auf die formale Struktur bestehender Argumentationen als auch auf deren Inhalt beziehen. Formale Kritik bezieht sich nur auf die Gültigkeit der Argumente, indem erhellende Modelle ihrer Struktur entworfen werden. Inhaltliche oder interne Kritik adressiert dagegen einzelne Prämissen und letztlich die Kohärenz des ganzen Systems von Begriffen und Überzeugungen, in die das Argument eingebettet ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein philosophischer Essay folgt im Grunde immer dieser Methode, insofern er auf eine kritische Prüfung fremder Ansichten zielt. Ein Essay ist eben weder literarisches Selbstbekenntnis noch ein bloßer Bericht, sondern die begründete Verteidigung einer These, die sich wiederum auf die Thesen, Ansichten oder Positionen anderer bezieht. Dazu muss der Essay aber klar trennen zwischen der Darstellung von Form und Inhalt der fremden Argumentation und der eigenen, begründeten Kritik. &amp;quot;Einsichtsfähigkeit und Einfallsreichtum&amp;quot; (S. 84) wachsen laut Rosenberg erst mit der fortwährenden Rekonstruktion und Auseinandersetzung mit argumentativ begründeten Thesen und können nicht gelehrt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die effiziente Suche nach Inkonsistenzen, bzw. Selbst-Widersprüchen in fremden Argumentationen, empfiehlt Rosenberg in etwa folgende Strategie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Klare Rekonstruktion der argumentative Struktur&lt;br /&gt;
* Formale Prüfung dieser Struktur&lt;br /&gt;
* Prüfung mit Blick auf die begrifflichen Festlegunge und möglichen Spannungen&lt;br /&gt;
* Explikation möglicher impliziter Widersprüche&lt;br /&gt;
* Modellierung eines gegenläufigen Argumentes (gleiche Prämissen , andere Konklusion)&lt;br /&gt;
* Problematisierung und Modellierung einzelner (impliziter) Prämissen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Prinzien liegen dem vernünftige Denken zu Grunde, sollte deshalb nicht verletzt werden und könen für eine grundlegende Kritik an philosophischen Argumentationen genutzt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Äquivokation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist Äquivokation?&lt;br /&gt;
Ein Schlüsselbegriff des Argumentes hat mindestens zwei unterschiedliche Lesarten und innerhalb des Argumentes wird zwischen mindestens zwei verschiedenen Lesarten gewechselt (ohne darauf hinzuweisen?).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
These:&lt;br /&gt;
Äquivokation unterläuft die „Regel des vernünftigen Denkens“, dass die Gültigkeit eines Argumentes mit der gleichzeitigen Wahrheit seiner Prämissen vereinbar sein muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum?&lt;br /&gt;
Da die Äquivokation eine Form der Mehrdeutigkeit ist, gibt es mehrere Möglichkeiten, ein Argument zu interpretieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fall 1: Man liest den Schlüsselbegriff an allen Stellen des Argumentes gleich.&lt;br /&gt;
Dann kann es der Fall sein, dass mindestens eine der Prämissen, in denen der Schlüsselbegriff vorkommt dadurch falsch wird.&lt;br /&gt;
Dann ist das Argument zwar gültig, aber die Prämissen sind nicht zur selben Zeit wahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fall 2: Man liest den Schlüsselbegriff an allen Stellen des Argumentes unterschiedlich.&lt;br /&gt;
Dann sind zwar alle Prämissen wahr, aber das Argument ist ungültig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also schließen beide Interpretationsmöglichkeiten aus, dass die Gültigkeit des Argumentes mit der Wahrheit seiner Prämissen vereinbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ol&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;Petitio Principii&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;Version&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine Petitio Principii liegt dann vor, wenn eine Konklusion gleichzeitig als Prämisse gebraucht wird. Dies ist zwar methodisch möglich, da logisch eine der Prämissen mit der Konklusion übereinstimmen muss, aber trotzdem erscheint es falsch. Es liegt also kein rein formales, sondern ein inhaltliches Problem vor. Wichtig für das Problem ist nur die eine zentrale Prämisse, die gleichzeitig die Konklusion ist. Sie ist Gegenstand der Kritik. &lt;br /&gt;
Wie lässt sich eine petitio pricipii fassen? Sie bezeichnet einen Fehler in der Argumentation: Der Vertreter der Prämisse (und damit der Konklusion) verstößt gegen die Regel des vernünftigen Argumentierens, die er gleichzeitig zur Grundlage seiner Argumentation gemacht hat: Er verhindert, dass die Prämisse unabhängig von der Konklusion kritisiert werden kann, da beide logisch äquivalent sind.&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;&lt;br /&gt;
Probleme beim erkennen der Petitio Principii: In der zentralen Prämisse ist meist die Konklusion implizit, nicht offensichtlich enthalten. Das herausarbeiten kann sich dadurch schwieriger gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorzeigbarkeit im philosophischen Diskurs: Der Kritiker muss nachweisen, dass der Philosoph im betreffenden Zusammenhang ein Prämisse konstitutiv für eine Konklusion verwendet, obwohl sie formal äquivalent sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel der Kritik einer Petitio Principii: Annahmen über Zukunft &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Russel unterstellt dem Versuch, aus vergangenen Ereignissen auf die Zukunft zu schließen eine Petitio Principii, selbst wenn die Umstände es vernünftig erscheinen lassen. Es gibt nach ihm keinen formalen Grund dafür, anzunehmen, dass wir am nächsten morgen als der Gleiche wieder aufwachen, nur weil dies stets passiert. Das liegt daran, dass die Annahme, morgen als derselbe aufzuwachen und der Schluss, es sei vernünftig, dies anzunehmen, den gleichen Inhalt haben. Nur weil sich unsere Erwartungen über die Zukunft bewahrheitet haben und vernünftig scheinen, gibt es keinen formalen Grund anzunehmen, dass sie deshalb in Zukunft genauso eintreten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;Version&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Methode der petitio principii verletzt die Regeln des vernünftigen Denkens. Petitio principii bedeutet, dass in einem Argument eine Konklusion als Prämisse gebraucht wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes Argument muss in einem dialektischen Zusammenhang stehen.&lt;br /&gt;
Die philosophische Methode setzt voraus, dass etwas nur dann die Qualität eines Arguments hat und eine Konklusion stützen kann, wenn ein Einwand gegen dieses Argument sich von einem Einwand gegen das, was gestützt werden soll, unterscheidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
In einer Form der klassischen Induktion wird die These formuliert: Was unsere Erwartungen in Bezug auf die Zukunft vernünftig macht, ist die Tatsache, dass sie zutreffen. &lt;br /&gt;
Fraglich ist, ob es überhaupt Erwartungen hinsichtlich der Zukunft gibt, die vernünftig sind. Jede Erwartung, die sich erfüllt, ist vernünftig und da sich unsere bisherigen Erwartungen erfüllt haben, ist es vernünftig anzunehmen, dass sich auch die zukünftigen Erwartungen erfüllen werden. Diese Annahme ist aber auch wieder eine Erwartung an die Zukunft und diese Erwartung muss dann, damit man zu der Konklusion kommt, vernünftig sein. Ein Argument, das diese Prämisse benutzt, um zu schlussfolgern, dass Erwartungen vernünftig sind, benutzt die Schlussfolgerung als Prämisse und begeht damit eine petitio principii.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Infiniter Regress&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein infiniter Regress liegt vor, wenn ein unabschließbarer rationaler Prozess des Schlussfolgerns, Begründens, Ableitens, etc. auftritt. Ein einfaches Beispiel hierfür wäre, wenn Tom groß ist (und das stimmt), dass &lt;br /&gt;
(1)	es ist wahr, dass Tom groß ist&lt;br /&gt;
(2)	es ist wahr, dass (1)&lt;br /&gt;
(3)	es ist wahr, dass (2) &lt;br /&gt;
Dies könnte man nun unendlich fortführen ohne jemals zu einem Ende zu kommen, es ist also ein infiniter Regress.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein solcher Regress kann benutzt werden, um eine philosophische These zu widerlegen. &lt;br /&gt;
Dazu bedarf es einiger Bedingungen: (1) Es muss ein Regress vorliegen, d. h. vor jedem zweiten Schritt muss folglich ein erster liegen. (2) Der Regress muss eine echte Konsequenz der vorliegenden kritisierten philosophischen These sein. (3) An dem aufgedeckten infiniten Regress muss etwas verkehrt sein. Rosenberg verdeutlicht diese Kriterien anhand des Beispiels des freien Willens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Beispiel setzt der infinite Regress dadurch ein, dass jeder freie Willensakt notwendig durch einen weiteren freien Willensakt verursacht wird. Freiwilliges Handeln setzt also eine unendliche Reihe von freien Willensakten voraus, wobei jeder durch einen vorangegangenen freien Willensakt verursacht wird. Die Frage, was eine Handlung zu einer freiwilligen Handlung macht, kann folglich nicht beantwortet werden, denn um einen freiwilligen Willensakt zu erklären, wird der Begriff des freiwilligen Willensaktes bereits vorausgesetzt. Es ergibt sich eine Endlosschleife ohne die Frage zu beantworten. Dies bezeichnet man als einen fatalen infiniten Regress. Ist ein solcher nachweisbar, so kann man  eine Theorie widerlegen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Gast</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://okapi.uni-frankfurt.de/index.php?title=Grundlagen_der_Argumentation&amp;diff=3313</id>
		<title>Grundlagen der Argumentation</title>
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				<updated>2010-06-24T13:50:48Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Gast: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Folgende Hinweise finden sich in Jay F. Rosenbergs Einführung &amp;quot;Philosophieren: Ein Handbuch für Anfänger&amp;quot; (Klostermann, 2009).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort erläutert er die Praxis des Philosophierens als eine Wissenschaft zweiter Ordnung, die sich mit den rationalen Verfahrensweisen und Begründungsstrukturen von Wissenschaften erster Ornung auseinandersetzt (Z.B. der Natur- und Sozialwisenschaften, der Künste, aber auch der unserer Alltagspraxis. Kurz: Im Fokus der Philosophie steht &amp;quot;das rationale Erforschen rationaler Tätigkeiten&amp;quot; (S. 18). Den &amp;quot;sekundären Charakter&amp;quot; der Philosophie führt er auf ihre spezifische Methode zurück, die er als dialektisches Argumentieren bezeichnet - wobei er einig darauf hinweist, dass jenseits dieser sehr allgemeinen Auskunft kaum Einigkeit über ''die'' Methode der Philosophie herrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der dialektischen Methode wird jenseits des philosphischen Staunens ''mit'' Argumenten ''auf'' Argumente eingegangen (S. 78). Die dabei vorgebrachte Kritik kann sowohl auf die formale Struktur bestehender Argumentationen als auch auf deren Inhalt beziehen. Formale Kritik bezieht sich nur auf die Gültigkeit der Argumente, indem erhellende Modelle ihrer Struktur entworfen werden. Inhaltliche oder interne Kritik adressiert dagegen einzelne Prämissen und letztlich die Kohärenz des ganzen Systems von Begriffen und Überzeugungen, in die das Argument eingebettet ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein philosophischer Essay folgt im Grunde immer dieser Methode, insofern er auf eine kritische Prüfung fremder Ansichten zielt. Ein Essay ist eben weder literarisches Selbstbekenntnis noch ein bloßer Bericht, sondern die begründete Verteidigung einer These, die sich wiederum auf die Thesen, Ansichten oder Positionen anderer bezieht. Dazu muss der Essay aber klar trennen zwischen der Darstellung von Form und Inhalt der fremden Argumentation und der eigenen, begründeten Kritik. &amp;quot;Einsichtsfähigkeit und Einfallsreichtum&amp;quot; (S. 84) wachsen laut Rosenberg erst mit der fortwährenden Rekonstruktion und Auseinandersetzung mit argumentativ begründeten Thesen und können nicht gelehrt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die effiziente Suche nach Inkonsistenzen, bzw. Selbst-Widersprüchen in fremden Argumentationen, empfiehlt Rosenberg in etwa folgende Strategie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Klare Rekonstruktion der argumentative Struktur&lt;br /&gt;
* Formale Prüfung dieser Struktur&lt;br /&gt;
* Prüfung mit Blick auf die begrifflichen Festlegunge und möglichen Spannungen&lt;br /&gt;
* Explikation möglicher impliziter Widersprüche&lt;br /&gt;
* Modellierung eines gegenläufigen Argumentes (gleiche Prämissen , andere Konklusion)&lt;br /&gt;
* Problematisierung und Modellierung einzelner (impliziter) Prämissen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Prinzien liegen dem vernünftige Denken zu Grunde, sollte deshalb nicht verletzt werden und könen für eine grundlegende Kritik an philosophischen Argumentationen genutzt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Äquivokation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist Äquivokation?&lt;br /&gt;
Ein Schlüsselbegriff des Argumentes hat mindestens zwei unterschiedliche Lesarten und innerhalb des Argumentes wird zwischen mindestens zwei verschiedenen Lesarten gewechselt (ohne darauf hinzuweisen?).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
These:&lt;br /&gt;
Äquivokation unterläuft die „Regel des vernünftigen Denkens“, dass die Gültigkeit eines Argumentes mit der gleichzeitigen Wahrheit seiner Prämissen vereinbar sein muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum?&lt;br /&gt;
Da die Äquivokation eine Form der Mehrdeutigkeit ist, gibt es mehrere Möglichkeiten, ein Argument zu interpretieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fall 1: Man liest den Schlüsselbegriff an allen Stellen des Argumentes gleich.&lt;br /&gt;
Dann kann es der Fall sein, dass mindestens eine der Prämissen, in denen der Schlüsselbegriff vorkommt dadurch falsch wird.&lt;br /&gt;
Dann ist das Argument zwar gültig, aber die Prämissen sind nicht zur selben Zeit wahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fall 2: Man liest den Schlüsselbegriff an allen Stellen des Argumentes unterschiedlich.&lt;br /&gt;
Dann sind zwar alle Prämissen wahr, aber das Argument ist ungültig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also schließen beide Interpretationsmöglichkeiten aus, dass die Gültigkeit des Argumentes mit der Wahrheit seiner Prämissen vereinbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ol&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;Petitio Principii&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;Version&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine Petitio Principii liegt dann vor, wenn eine Konklusion gleichzeitig als Prämisse gebraucht wird. Dies ist zwar methodisch möglich, da logisch eine der Prämissen mit der Konklusion übereinstimmen muss, aber trotzdem erscheint es falsch. Es liegt also kein rein formales, sondern ein inhaltliches Problem vor. Wichtig für das Problem ist nur die eine zentrale Prämisse, die gleichzeitig die Konklusion ist. Sie ist Gegenstand der Kritik. &lt;br /&gt;
Wie lässt sich eine petitio pricipii fassen? Sie bezeichnet einen Fehler in der Argumentation: Der Vertreter der Prämisse (und damit der Konklusion) verstößt gegen die Regel des vernünftigen Argumentierens, die er gleichzeitig zur Grundlage seiner Argumentation gemacht hat: Er verhindert, dass die Prämisse unabhängig von der Konklusion kritisiert werden kann, da beide logisch äquivalent sind.&lt;br /&gt;
&amp;lt;p&amp;gt;&lt;br /&gt;
Probleme beim erkennen der Petitio Principii: In der zentralen Prämisse ist meist die Konklusion implizit, nicht offensichtlich enthalten. Das herausarbeiten kann sich dadurch schwieriger gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorzeigbarkeit im philosophischen Diskurs: Der Kritiker muss nachweisen, dass der Philosoph im betreffenden Zusammenhang ein Prämisse konstitutiv für eine Konklusion verwendet, obwohl sie formal äquivalent sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel der Kritik einer Petitio Principii: Annahmen über Zukunft &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Russel unterstellt dem Versuch, aus vergangenen Ereignissen auf die Zukunft zu schließen eine Petitio Principii, selbst wenn die Umstände es vernünftig erscheinen lassen. Es gibt nach ihm keinen formalen Grund dafür, anzunehmen, dass wir am nächsten morgen als der Gleiche wieder aufwachen, nur weil dies stets passiert. Das liegt daran, dass die Annahme, morgen als derselbe aufzuwachen und der Schluss, es sei vernünftig, dies anzunehmen, den gleichen Inhalt haben. Nur weil sich unsere Erwartungen über die Zukunft bewahrheitet haben und vernünftig scheinen, gibt es keinen formalen Grund anzunehmen, dass sie deshalb in Zukunft genauso eintreten werden.&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;Version&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Methode der petitio principii verletzt die Regeln des vernünftigen Denkens. Petitio principii bedeutet, dass in einem Argument eine Konklusion als Prämisse gebraucht wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes Argument muss in einem dialektischen Zusammenhang stehen.&lt;br /&gt;
Die philosophische Methode setzt voraus, dass etwas nur dann die Qualität eines Arguments hat und eine Konklusion stützen kann, wenn ein Einwand gegen dieses Argument sich von einem Einwand gegen das, was gestützt werden soll, unterscheidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
In einer Form der klassischen Induktion wird die These formuliert: Was unsere Erwartungen in Bezug auf die Zukunft vernünftig macht, ist die Tatsache, dass sie zutreffen. &lt;br /&gt;
Fraglich ist, ob es überhaupt Erwartungen hinsichtlich der Zukunft gibt, die vernünftig sind. Jede Erwartung, die sich erfüllt, ist vernünftig und da sich unsere bisherigen Erwartungen erfüllt haben, ist es vernünftig anzunehmen, dass sich auch die zukünftigen Erwartungen erfüllen werden. Diese Annahme ist aber auch wieder eine Erwartung an die Zukunft und diese Erwartung muss dann, damit man zu der Konklusion kommt, vernünftig sein. Ein Argument, das diese Prämisse benutzt, um zu schlussfolgern, dass Erwartungen vernünftig sind, benutzt die Schlussfolgerung als Prämisse und begeht damit eine petitio principii. &amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;/ol&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Infiniter Regress&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein infiniter Regress liegt vor, wenn ein unabschließbarer rationaler Prozess des Schlussfolgerns, Begründens, Ableitens, etc. auftritt. Ein einfaches Beispiel hierfür wäre, wenn Tom groß ist (und das stimmt), dass &lt;br /&gt;
(1)	es ist wahr, dass Tom groß ist&lt;br /&gt;
(2)	es ist wahr, dass (1)&lt;br /&gt;
(3)	es ist wahr, dass (2) &lt;br /&gt;
Dies könnte man nun unendlich fortführen ohne jemals zu einem Ende zu kommen, es ist also ein infiniter Regress.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein solcher Regress kann benutzt werden, um eine philosophische These zu widerlegen. &lt;br /&gt;
Dazu bedarf es einiger Bedingungen: (1) Es muss ein Regress vorliegen, d. h. vor jedem zweiten Schritt muss folglich ein erster liegen. (2) Der Regress muss eine echte Konsequenz der vorliegenden kritisierten philosophischen These sein. (3) An dem aufgedeckten infiniten Regress muss etwas verkehrt sein. Rosenberg verdeutlicht diese Kriterien anhand des Beispiels des freien Willens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Beispiel setzt der infinite Regress dadurch ein, dass jeder freie Willensakt notwendig durch einen weiteren freien Willensakt verursacht wird. Freiwilliges Handeln setzt also eine unendliche Reihe von freien Willensakten voraus, wobei jeder durch einen vorangegangenen freien Willensakt verursacht wird. Die Frage, was eine Handlung zu einer freiwilligen Handlung macht, kann folglich nicht beantwortet werden, denn um einen freiwilligen Willensakt zu erklären, wird der Begriff des freiwilligen Willensaktes bereits vorausgesetzt. Es ergibt sich eine Endlosschleife ohne die Frage zu beantworten. Dies bezeichnet man als einen fatalen infiniten Regress. Ist ein solcher nachweisbar, so kann man  eine Theorie widerlegen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Gast</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://okapi.uni-frankfurt.de/index.php?title=Grundlagen_der_Argumentation&amp;diff=3312</id>
		<title>Grundlagen der Argumentation</title>
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				<updated>2010-06-24T13:48:57Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Gast: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Folgende Hinweise finden sich in Jay F. Rosenbergs Einführung &amp;quot;Philosophieren: Ein Handbuch für Anfänger&amp;quot; (Klostermann, 2009).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort erläutert er die Praxis des Philosophierens als eine Wissenschaft zweiter Ordnung, die sich mit den rationalen Verfahrensweisen und Begründungsstrukturen von Wissenschaften erster Ornung auseinandersetzt (Z.B. der Natur- und Sozialwisenschaften, der Künste, aber auch der unserer Alltagspraxis. Kurz: Im Fokus der Philosophie steht &amp;quot;das rationale Erforschen rationaler Tätigkeiten&amp;quot; (S. 18). Den &amp;quot;sekundären Charakter&amp;quot; der Philosophie führt er auf ihre spezifische Methode zurück, die er als dialektisches Argumentieren bezeichnet - wobei er einig darauf hinweist, dass jenseits dieser sehr allgemeinen Auskunft kaum Einigkeit über ''die'' Methode der Philosophie herrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der dialektischen Methode wird jenseits des philosphischen Staunens ''mit'' Argumenten ''auf'' Argumente eingegangen (S. 78). Die dabei vorgebrachte Kritik kann sowohl auf die formale Struktur bestehender Argumentationen als auch auf deren Inhalt beziehen. Formale Kritik bezieht sich nur auf die Gültigkeit der Argumente, indem erhellende Modelle ihrer Struktur entworfen werden. Inhaltliche oder interne Kritik adressiert dagegen einzelne Prämissen und letztlich die Kohärenz des ganzen Systems von Begriffen und Überzeugungen, in die das Argument eingebettet ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein philosophischer Essay folgt im Grunde immer dieser Methode, insofern er auf eine kritische Prüfung fremder Ansichten zielt. Ein Essay ist eben weder literarisches Selbstbekenntnis noch ein bloßer Bericht, sondern die begründete Verteidigung einer These, die sich wiederum auf die Thesen, Ansichten oder Positionen anderer bezieht. Dazu muss der Essay aber klar trennen zwischen der Darstellung von Form und Inhalt der fremden Argumentation und der eigenen, begründeten Kritik. &amp;quot;Einsichtsfähigkeit und Einfallsreichtum&amp;quot; (S. 84) wachsen laut Rosenberg erst mit der fortwährenden Rekonstruktion und Auseinandersetzung mit argumentativ begründeten Thesen und können nicht gelehrt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die effiziente Suche nach Inkonsistenzen, bzw. Selbst-Widersprüchen in fremden Argumentationen, empfiehlt Rosenberg in etwa folgende Strategie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Klare Rekonstruktion der argumentative Struktur&lt;br /&gt;
* Formale Prüfung dieser Struktur&lt;br /&gt;
* Prüfung mit Blick auf die begrifflichen Festlegunge und möglichen Spannungen&lt;br /&gt;
* Explikation möglicher impliziter Widersprüche&lt;br /&gt;
* Modellierung eines gegenläufigen Argumentes (gleiche Prämissen , andere Konklusion)&lt;br /&gt;
* Problematisierung und Modellierung einzelner (impliziter) Prämissen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Prinzien liegen dem vernünftige Denken zu Grunde, sollte deshalb nicht verletzt werden und könen für eine grundlegende Kritik an philosophischen Argumentationen genutzt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Äquivokation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist Äquivokation?&lt;br /&gt;
Ein Schlüsselbegriff des Argumentes hat mindestens zwei unterschiedliche Lesarten und innerhalb des Argumentes wird zwischen mindestens zwei verschiedenen Lesarten gewechselt (ohne darauf hinzuweisen?).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
These:&lt;br /&gt;
Äquivokation unterläuft die „Regel des vernünftigen Denkens“, dass die Gültigkeit eines Argumentes mit der gleichzeitigen Wahrheit seiner Prämissen vereinbar sein muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum?&lt;br /&gt;
Da die Äquivokation eine Form der Mehrdeutigkeit ist, gibt es mehrere Möglichkeiten, ein Argument zu interpretieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fall 1: Man liest den Schlüsselbegriff an allen Stellen des Argumentes gleich.&lt;br /&gt;
Dann kann es der Fall sein, dass mindestens eine der Prämissen, in denen der Schlüsselbegriff vorkommt dadurch falsch wird.&lt;br /&gt;
Dann ist das Argument zwar gültig, aber die Prämissen sind nicht zur selben Zeit wahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fall 2: Man liest den Schlüsselbegriff an allen Stellen des Argumentes unterschiedlich.&lt;br /&gt;
Dann sind zwar alle Prämissen wahr, aber das Argument ist ungültig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also schließen beide Interpretationsmöglichkeiten aus, dass die Gültigkeit des Argumentes mit der Wahrheit seiner Prämissen vereinbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ol&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;Petitio Principii&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;Version&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Petitio Principii liegt dann vor, wenn eine Konklusion gleichzeitig als Prämisse gebraucht wird. Dies ist zwar methodisch möglich, da logisch eine der Prämissen mit der Konklusion übereinstimmen muss, aber trotzdem erscheint es falsch. Es liegt also kein rein formales, sondern ein inhaltliches Problem vor. Wichtig für das Problem ist nur die eine zentrale Prämisse, die gleichzeitig die Konklusion ist. Sie ist Gegenstand der Kritik. &lt;br /&gt;
Wie lässt sich eine petitio pricipii fassen? Sie bezeichnet einen Fehler in der Argumentation: Der Vertreter der Prämisse (und damit der Konklusion) verstößt gegen die Regel des vernünftigen Argumentierens, die er gleichzeitig zur Grundlage seiner Argumentation gemacht hat: Er verhindert, dass die Prämisse unabhängig von der Konklusion kritisiert werden kann, da beide logisch äquivalent sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Probleme beim erkennen der Petitio Principii: In der zentralen Prämisse ist meist die Konklusion implizit, nicht offensichtlich enthalten. Das herausarbeiten kann sich dadurch schwieriger gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorzeigbarkeit im philosophischen Diskurs: Der Kritiker muss nachweisen, dass der Philosoph im betreffenden Zusammenhang ein Prämisse konstitutiv für eine Konklusion verwendet, obwohl sie formal äquivalent sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel der Kritik einer Petitio Principii: Annahmen über Zukunft &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Russel unterstellt dem Versuch, aus vergangenen Ereignissen auf die Zukunft zu schließen eine Petitio Principii, selbst wenn die Umstände es vernünftig erscheinen lassen. Es gibt nach ihm keinen formalen Grund dafür, anzunehmen, dass wir am nächsten morgen als der Gleiche wieder aufwachen, nur weil dies stets passiert. Das liegt daran, dass die Annahme, morgen als derselbe aufzuwachen und der Schluss, es sei vernünftig, dies anzunehmen, den gleichen Inhalt haben. Nur weil sich unsere Erwartungen über die Zukunft bewahrheitet haben und vernünftig scheinen, gibt es keinen formalen Grund anzunehmen, dass sie deshalb in Zukunft genauso eintreten werden.&amp;lt;/li&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;li&amp;gt;Version&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Methode der petitio principii verletzt die Regeln des vernünftigen Denkens. Petitio principii bedeutet, dass in einem Argument eine Konklusion als Prämisse gebraucht wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes Argument muss in einem dialektischen Zusammenhang stehen.&lt;br /&gt;
Die philosophische Methode setzt voraus, dass etwas nur dann die Qualität eines Arguments hat und eine Konklusion stützen kann, wenn ein Einwand gegen dieses Argument sich von einem Einwand gegen das, was gestützt werden soll, unterscheidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
In einer Form der klassischen Induktion wird die These formuliert: Was unsere Erwartungen in Bezug auf die Zukunft vernünftig macht, ist die Tatsache, dass sie zutreffen. &lt;br /&gt;
Fraglich ist, ob es überhaupt Erwartungen hinsichtlich der Zukunft gibt, die vernünftig sind. Jede Erwartung, die sich erfüllt, ist vernünftig und da sich unsere bisherigen Erwartungen erfüllt haben, ist es vernünftig anzunehmen, dass sich auch die zukünftigen Erwartungen erfüllen werden. Diese Annahme ist aber auch wieder eine Erwartung an die Zukunft und diese Erwartung muss dann, damit man zu der Konklusion kommt, vernünftig sein. Ein Argument, das diese Prämisse benutzt, um zu schlussfolgern, dass Erwartungen vernünftig sind, benutzt die Schlussfolgerung als Prämisse und begeht damit eine petitio principii. &amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;/ol&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Infiniter Regress&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein infiniter Regress liegt vor, wenn ein unabschließbarer rationaler Prozess des Schlussfolgerns, Begründens, Ableitens, etc. auftritt. Ein einfaches Beispiel hierfür wäre, wenn Tom groß ist (und das stimmt), dass &lt;br /&gt;
(1)	es ist wahr, dass Tom groß ist&lt;br /&gt;
(2)	es ist wahr, dass (1)&lt;br /&gt;
(3)	es ist wahr, dass (2) &lt;br /&gt;
Dies könnte man nun unendlich fortführen ohne jemals zu einem Ende zu kommen, es ist also ein infiniter Regress.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein solcher Regress kann benutzt werden, um eine philosophische These zu widerlegen. &lt;br /&gt;
Dazu bedarf es einiger Bedingungen: (1) Es muss ein Regress vorliegen, d. h. vor jedem zweiten Schritt muss folglich ein erster liegen. (2) Der Regress muss eine echte Konsequenz der vorliegenden kritisierten philosophischen These sein. (3) An dem aufgedeckten infiniten Regress muss etwas verkehrt sein. Rosenberg verdeutlicht diese Kriterien anhand des Beispiels des freien Willens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Beispiel setzt der infinite Regress dadurch ein, dass jeder freie Willensakt notwendig durch einen weiteren freien Willensakt verursacht wird. Freiwilliges Handeln setzt also eine unendliche Reihe von freien Willensakten voraus, wobei jeder durch einen vorangegangenen freien Willensakt verursacht wird. Die Frage, was eine Handlung zu einer freiwilligen Handlung macht, kann folglich nicht beantwortet werden, denn um einen freiwilligen Willensakt zu erklären, wird der Begriff des freiwilligen Willensaktes bereits vorausgesetzt. Es ergibt sich eine Endlosschleife ohne die Frage zu beantworten. Dies bezeichnet man als einen fatalen infiniten Regress. Ist ein solcher nachweisbar, so kann man  eine Theorie widerlegen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Gast</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://okapi.uni-frankfurt.de/index.php?title=Grundlagen_der_Argumentation&amp;diff=3311</id>
		<title>Grundlagen der Argumentation</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://okapi.uni-frankfurt.de/index.php?title=Grundlagen_der_Argumentation&amp;diff=3311"/>
				<updated>2010-06-24T13:47:36Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Gast: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Folgende Hinweise finden sich in Jay F. Rosenbergs Einführung &amp;quot;Philosophieren: Ein Handbuch für Anfänger&amp;quot; (Klostermann, 2009).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort erläutert er die Praxis des Philosophierens als eine Wissenschaft zweiter Ordnung, die sich mit den rationalen Verfahrensweisen und Begründungsstrukturen von Wissenschaften erster Ornung auseinandersetzt (Z.B. der Natur- und Sozialwisenschaften, der Künste, aber auch der unserer Alltagspraxis. Kurz: Im Fokus der Philosophie steht &amp;quot;das rationale Erforschen rationaler Tätigkeiten&amp;quot; (S. 18). Den &amp;quot;sekundären Charakter&amp;quot; der Philosophie führt er auf ihre spezifische Methode zurück, die er als dialektisches Argumentieren bezeichnet - wobei er einig darauf hinweist, dass jenseits dieser sehr allgemeinen Auskunft kaum Einigkeit über ''die'' Methode der Philosophie herrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der dialektischen Methode wird jenseits des philosphischen Staunens ''mit'' Argumenten ''auf'' Argumente eingegangen (S. 78). Die dabei vorgebrachte Kritik kann sowohl auf die formale Struktur bestehender Argumentationen als auch auf deren Inhalt beziehen. Formale Kritik bezieht sich nur auf die Gültigkeit der Argumente, indem erhellende Modelle ihrer Struktur entworfen werden. Inhaltliche oder interne Kritik adressiert dagegen einzelne Prämissen und letztlich die Kohärenz des ganzen Systems von Begriffen und Überzeugungen, in die das Argument eingebettet ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein philosophischer Essay folgt im Grunde immer dieser Methode, insofern er auf eine kritische Prüfung fremder Ansichten zielt. Ein Essay ist eben weder literarisches Selbstbekenntnis noch ein bloßer Bericht, sondern die begründete Verteidigung einer These, die sich wiederum auf die Thesen, Ansichten oder Positionen anderer bezieht. Dazu muss der Essay aber klar trennen zwischen der Darstellung von Form und Inhalt der fremden Argumentation und der eigenen, begründeten Kritik. &amp;quot;Einsichtsfähigkeit und Einfallsreichtum&amp;quot; (S. 84) wachsen laut Rosenberg erst mit der fortwährenden Rekonstruktion und Auseinandersetzung mit argumentativ begründeten Thesen und können nicht gelehrt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die effiziente Suche nach Inkonsistenzen, bzw. Selbst-Widersprüchen in fremden Argumentationen, empfiehlt Rosenberg in etwa folgende Strategie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Klare Rekonstruktion der argumentative Struktur&lt;br /&gt;
* Formale Prüfung dieser Struktur&lt;br /&gt;
* Prüfung mit Blick auf die begrifflichen Festlegunge und möglichen Spannungen&lt;br /&gt;
* Explikation möglicher impliziter Widersprüche&lt;br /&gt;
* Modellierung eines gegenläufigen Argumentes (gleiche Prämissen , andere Konklusion)&lt;br /&gt;
* Problematisierung und Modellierung einzelner (impliziter) Prämissen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Prinzien liegen dem vernünftige Denken zu Grunde, sollte deshalb nicht verletzt werden und könen für eine grundlegende Kritik an philosophischen Argumentationen genutzt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Äquivokation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist Äquivokation?&lt;br /&gt;
Ein Schlüsselbegriff des Argumentes hat mindestens zwei unterschiedliche Lesarten und innerhalb des Argumentes wird zwischen mindestens zwei verschiedenen Lesarten gewechselt (ohne darauf hinzuweisen?).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
These:&lt;br /&gt;
Äquivokation unterläuft die „Regel des vernünftigen Denkens“, dass die Gültigkeit eines Argumentes mit der gleichzeitigen Wahrheit seiner Prämissen vereinbar sein muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum?&lt;br /&gt;
Da die Äquivokation eine Form der Mehrdeutigkeit ist, gibt es mehrere Möglichkeiten, ein Argument zu interpretieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fall 1: Man liest den Schlüsselbegriff an allen Stellen des Argumentes gleich.&lt;br /&gt;
Dann kann es der Fall sein, dass mindestens eine der Prämissen, in denen der Schlüsselbegriff vorkommt dadurch falsch wird.&lt;br /&gt;
Dann ist das Argument zwar gültig, aber die Prämissen sind nicht zur selben Zeit wahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fall 2: Man liest den Schlüsselbegriff an allen Stellen des Argumentes unterschiedlich.&lt;br /&gt;
Dann sind zwar alle Prämissen wahr, aber das Argument ist ungültig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also schließen beide Interpretationsmöglichkeiten aus, dass die Gültigkeit des Argumentes mit der Wahrheit seiner Prämissen vereinbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Petitio Principii&lt;br /&gt;
## Version&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Petitio Principii liegt dann vor, wenn eine Konklusion gleichzeitig als Prämisse gebraucht wird. Dies ist zwar methodisch möglich, da logisch eine der Prämissen mit der Konklusion übereinstimmen muss, aber trotzdem erscheint es falsch. Es liegt also kein rein formales, sondern ein inhaltliches Problem vor. Wichtig für das Problem ist nur die eine zentrale Prämisse, die gleichzeitig die Konklusion ist. Sie ist Gegenstand der Kritik. &lt;br /&gt;
Wie lässt sich eine petitio pricipii fassen? Sie bezeichnet einen Fehler in der Argumentation: Der Vertreter der Prämisse (und damit der Konklusion) verstößt gegen die Regel des vernünftigen Argumentierens, die er gleichzeitig zur Grundlage seiner Argumentation gemacht hat: Er verhindert, dass die Prämisse unabhängig von der Konklusion kritisiert werden kann, da beide logisch äquivalent sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Probleme beim erkennen der Petitio Principii: In der zentralen Prämisse ist meist die Konklusion implizit, nicht offensichtlich enthalten. Das herausarbeiten kann sich dadurch schwieriger gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorzeigbarkeit im philosophischen Diskurs: Der Kritiker muss nachweisen, dass der Philosoph im betreffenden Zusammenhang ein Prämisse konstitutiv für eine Konklusion verwendet, obwohl sie formal äquivalent sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel der Kritik einer Petitio Principii: Annahmen über Zukunft &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Russel unterstellt dem Versuch, aus vergangenen Ereignissen auf die Zukunft zu schließen eine Petitio Principii, selbst wenn die Umstände es vernünftig erscheinen lassen. Es gibt nach ihm keinen formalen Grund dafür, anzunehmen, dass wir am nächsten morgen als der Gleiche wieder aufwachen, nur weil dies stets passiert. Das liegt daran, dass die Annahme, morgen als derselbe aufzuwachen und der Schluss, es sei vernünftig, dies anzunehmen, den gleichen Inhalt haben. Nur weil sich unsere Erwartungen über die Zukunft bewahrheitet haben und vernünftig scheinen, gibt es keinen formalen Grund anzunehmen, dass sie deshalb in Zukunft genauso eintreten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
## Version&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Methode der petitio principii verletzt die Regeln des vernünftigen Denkens. Petitio principii bedeutet, dass in einem Argument eine Konklusion als Prämisse gebraucht wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes Argument muss in einem dialektischen Zusammenhang stehen.&lt;br /&gt;
Die philosophische Methode setzt voraus, dass etwas nur dann die Qualität eines Arguments hat und eine Konklusion stützen kann, wenn ein Einwand gegen dieses Argument sich von einem Einwand gegen das, was gestützt werden soll, unterscheidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
In einer Form der klassischen Induktion wird die These formuliert: Was unsere Erwartungen in Bezug auf die Zukunft vernünftig macht, ist die Tatsache, dass sie zutreffen. &lt;br /&gt;
Fraglich ist, ob es überhaupt Erwartungen hinsichtlich der Zukunft gibt, die vernünftig sind. Jede Erwartung, die sich erfüllt, ist vernünftig und da sich unsere bisherigen Erwartungen erfüllt haben, ist es vernünftig anzunehmen, dass sich auch die zukünftigen Erwartungen erfüllen werden. Diese Annahme ist aber auch wieder eine Erwartung an die Zukunft und diese Erwartung muss dann, damit man zu der Konklusion kommt, vernünftig sein. Ein Argument, das diese Prämisse benutzt, um zu schlussfolgern, dass Erwartungen vernünftig sind, benutzt die Schlussfolgerung als Prämisse und begeht damit eine petitio principii. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Infiniter Regress&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein infiniter Regress liegt vor, wenn ein unabschließbarer rationaler Prozess des Schlussfolgerns, Begründens, Ableitens, etc. auftritt. Ein einfaches Beispiel hierfür wäre, wenn Tom groß ist (und das stimmt), dass &lt;br /&gt;
(1)	es ist wahr, dass Tom groß ist&lt;br /&gt;
(2)	es ist wahr, dass (1)&lt;br /&gt;
(3)	es ist wahr, dass (2) &lt;br /&gt;
Dies könnte man nun unendlich fortführen ohne jemals zu einem Ende zu kommen, es ist also ein infiniter Regress.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein solcher Regress kann benutzt werden, um eine philosophische These zu widerlegen. &lt;br /&gt;
Dazu bedarf es einiger Bedingungen: (1) Es muss ein Regress vorliegen, d. h. vor jedem zweiten Schritt muss folglich ein erster liegen. (2) Der Regress muss eine echte Konsequenz der vorliegenden kritisierten philosophischen These sein. (3) An dem aufgedeckten infiniten Regress muss etwas verkehrt sein. Rosenberg verdeutlicht diese Kriterien anhand des Beispiels des freien Willens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Beispiel setzt der infinite Regress dadurch ein, dass jeder freie Willensakt notwendig durch einen weiteren freien Willensakt verursacht wird. Freiwilliges Handeln setzt also eine unendliche Reihe von freien Willensakten voraus, wobei jeder durch einen vorangegangenen freien Willensakt verursacht wird. Die Frage, was eine Handlung zu einer freiwilligen Handlung macht, kann folglich nicht beantwortet werden, denn um einen freiwilligen Willensakt zu erklären, wird der Begriff des freiwilligen Willensaktes bereits vorausgesetzt. Es ergibt sich eine Endlosschleife ohne die Frage zu beantworten. Dies bezeichnet man als einen fatalen infiniten Regress. Ist ein solcher nachweisbar, so kann man  eine Theorie widerlegen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Gast</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://okapi.uni-frankfurt.de/index.php?title=Grundlagen_der_Argumentation&amp;diff=3310</id>
		<title>Grundlagen der Argumentation</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://okapi.uni-frankfurt.de/index.php?title=Grundlagen_der_Argumentation&amp;diff=3310"/>
				<updated>2010-06-24T13:45:56Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Gast: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Folgende Hinweise finden sich in Jay F. Rosenbergs Einführung &amp;quot;Philosophieren: Ein Handbuch für Anfänger&amp;quot; (Klostermann, 2009).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort erläutert er die Praxis des Philosophierens als eine Wissenschaft zweiter Ordnung, die sich mit den rationalen Verfahrensweisen und Begründungsstrukturen von Wissenschaften erster Ornung auseinandersetzt (Z.B. der Natur- und Sozialwisenschaften, der Künste, aber auch der unserer Alltagspraxis. Kurz: Im Fokus der Philosophie steht &amp;quot;das rationale Erforschen rationaler Tätigkeiten&amp;quot; (S. 18). Den &amp;quot;sekundären Charakter&amp;quot; der Philosophie führt er auf ihre spezifische Methode zurück, die er als dialektisches Argumentieren bezeichnet - wobei er einig darauf hinweist, dass jenseits dieser sehr allgemeinen Auskunft kaum Einigkeit über ''die'' Methode der Philosophie herrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der dialektischen Methode wird jenseits des philosphischen Staunens ''mit'' Argumenten ''auf'' Argumente eingegangen (S. 78). Die dabei vorgebrachte Kritik kann sowohl auf die formale Struktur bestehender Argumentationen als auch auf deren Inhalt beziehen. Formale Kritik bezieht sich nur auf die Gültigkeit der Argumente, indem erhellende Modelle ihrer Struktur entworfen werden. Inhaltliche oder interne Kritik adressiert dagegen einzelne Prämissen und letztlich die Kohärenz des ganzen Systems von Begriffen und Überzeugungen, in die das Argument eingebettet ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein philosophischer Essay folgt im Grunde immer dieser Methode, insofern er auf eine kritische Prüfung fremder Ansichten zielt. Ein Essay ist eben weder literarisches Selbstbekenntnis noch ein bloßer Bericht, sondern die begründete Verteidigung einer These, die sich wiederum auf die Thesen, Ansichten oder Positionen anderer bezieht. Dazu muss der Essay aber klar trennen zwischen der Darstellung von Form und Inhalt der fremden Argumentation und der eigenen, begründeten Kritik. &amp;quot;Einsichtsfähigkeit und Einfallsreichtum&amp;quot; (S. 84) wachsen laut Rosenberg erst mit der fortwährenden Rekonstruktion und Auseinandersetzung mit argumentativ begründeten Thesen und können nicht gelehrt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die effiziente Suche nach Inkonsistenzen, bzw. Selbst-Widersprüchen in fremden Argumentationen, empfiehlt Rosenberg in etwa folgende Strategie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Klare Rekonstruktion der argumentative Struktur&lt;br /&gt;
* Formale Prüfung dieser Struktur&lt;br /&gt;
* Prüfung mit Blick auf die begrifflichen Festlegunge und möglichen Spannungen&lt;br /&gt;
* Explikation möglicher impliziter Widersprüche&lt;br /&gt;
* Modellierung eines gegenläufigen Argumentes (gleiche Prämissen , andere Konklusion)&lt;br /&gt;
* Problematisierung und Modellierung einzelner (impliziter) Prämissen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Prinzien liegen dem vernünftige Denken zu Grunde, sollte deshalb nicht verletzt werden und könen für eine grundlegende Kritik an philosophischen Argumentationen genutzt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &lt;br /&gt;
# Petitio Principii&lt;br /&gt;
## Version&lt;br /&gt;
Eine Petitio Principii liegt dann vor, wenn eine Konklusion gleichzeitig als Prämisse gebraucht wird. Dies ist zwar methodisch möglich, da logisch eine der Prämissen mit der Konklusion übereinstimmen muss, aber trotzdem erscheint es falsch. Es liegt also kein rein formales, sondern ein inhaltliches Problem vor. Wichtig für das Problem ist nur die eine zentrale Prämisse, die gleichzeitig die Konklusion ist. Sie ist Gegenstand der Kritik. &lt;br /&gt;
Wie lässt sich eine petitio pricipii fassen? Sie bezeichnet einen Fehler in der Argumentation: Der Vertreter der Prämisse (und damit der Konklusion) verstößt gegen die Regel des vernünftigen Argumentierens, die er gleichzeitig zur Grundlage seiner Argumentation gemacht hat: Er verhindert, dass die Prämisse unabhängig von der Konklusion kritisiert werden kann, da beide logisch äquivalent sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Probleme beim erkennen der Petitio Principii: In der zentralen Prämisse ist meist die Konklusion implizit, nicht offensichtlich enthalten. Das herausarbeiten kann sich dadurch schwieriger gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorzeigbarkeit im philosophischen Diskurs: Der Kritiker muss nachweisen, dass der Philosoph im betreffenden Zusammenhang ein Prämisse konstitutiv für eine Konklusion verwendet, obwohl sie formal äquivalent sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel der Kritik einer Petitio Principii: Annahmen über Zukunft &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Russel unterstellt dem Versuch, aus vergangenen Ereignissen auf die Zukunft zu schließen eine Petitio Principii, selbst wenn die Umstände es vernünftig erscheinen lassen. Es gibt nach ihm keinen formalen Grund dafür, anzunehmen, dass wir am nächsten morgen als der Gleiche wieder aufwachen, nur weil dies stets passiert. Das liegt daran, dass die Annahme, morgen als derselbe aufzuwachen und der Schluss, es sei vernünftig, dies anzunehmen, den gleichen Inhalt haben. Nur weil sich unsere Erwartungen über die Zukunft bewahrheitet haben und vernünftig scheinen, gibt es keinen formalen Grund anzunehmen, dass sie deshalb in Zukunft genauso eintreten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
## Version&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Methode der petitio principii verletzt die Regeln des vernünftigen Denkens. Petitio principii bedeutet, dass in einem Argument eine Konklusion als Prämisse gebraucht wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes Argument muss in einem dialektischen Zusammenhang stehen.&lt;br /&gt;
Die philosophische Methode setzt voraus, dass etwas nur dann die Qualität eines Arguments hat und eine Konklusion stützen kann, wenn ein Einwand gegen dieses Argument sich von einem Einwand gegen das, was gestützt werden soll, unterscheidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
In einer Form der klassischen Induktion wird die These formuliert: Was unsere Erwartungen in Bezug auf die Zukunft vernünftig macht, ist die Tatsache, dass sie zutreffen. &lt;br /&gt;
Fraglich ist, ob es überhaupt Erwartungen hinsichtlich der Zukunft gibt, die vernünftig sind. Jede Erwartung, die sich erfüllt, ist vernünftig und da sich unsere bisherigen Erwartungen erfüllt haben, ist es vernünftig anzunehmen, dass sich auch die zukünftigen Erwartungen erfüllen werden. Diese Annahme ist aber auch wieder eine Erwartung an die Zukunft und diese Erwartung muss dann, damit man zu der Konklusion kommt, vernünftig sein. Ein Argument, das diese Prämisse benutzt, um zu schlussfolgern, dass Erwartungen vernünftig sind, benutzt die Schlussfolgerung als Prämisse und begeht damit eine petitio principii. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Infiniter Regress&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein infiniter Regress liegt vor, wenn ein unabschließbarer rationaler Prozess des Schlussfolgerns, Begründens, Ableitens, etc. auftritt. Ein einfaches Beispiel hierfür wäre, wenn Tom groß ist (und das stimmt), dass &lt;br /&gt;
(1)	es ist wahr, dass Tom groß ist&lt;br /&gt;
(2)	es ist wahr, dass (1)&lt;br /&gt;
(3)	es ist wahr, dass (2) &lt;br /&gt;
Dies könnte man nun unendlich fortführen ohne jemals zu einem Ende zu kommen, es ist also ein infiniter Regress.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein solcher Regress kann benutzt werden, um eine philosophische These zu widerlegen. &lt;br /&gt;
Dazu bedarf es einiger Bedingungen: (1) Es muss ein Regress vorliegen, d. h. vor jedem zweiten Schritt muss folglich ein erster liegen. (2) Der Regress muss eine echte Konsequenz der vorliegenden kritisierten philosophischen These sein. (3) An dem aufgedeckten infiniten Regress muss etwas verkehrt sein. Rosenberg verdeutlicht diese Kriterien anhand des Beispiels des freien Willens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Beispiel setzt der infinite Regress dadurch ein, dass jeder freie Willensakt notwendig durch einen weiteren freien Willensakt verursacht wird. Freiwilliges Handeln setzt also eine unendliche Reihe von freien Willensakten voraus, wobei jeder durch einen vorangegangenen freien Willensakt verursacht wird. Die Frage, was eine Handlung zu einer freiwilligen Handlung macht, kann folglich nicht beantwortet werden, denn um einen freiwilligen Willensakt zu erklären, wird der Begriff des freiwilligen Willensaktes bereits vorausgesetzt. Es ergibt sich eine Endlosschleife ohne die Frage zu beantworten. Dies bezeichnet man als einen fatalen infiniten Regress. Ist ein solcher nachweisbar, so kann man  eine Theorie widerlegen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Gast</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://okapi.uni-frankfurt.de/index.php?title=Grundlagen_der_Argumentation&amp;diff=3309</id>
		<title>Grundlagen der Argumentation</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://okapi.uni-frankfurt.de/index.php?title=Grundlagen_der_Argumentation&amp;diff=3309"/>
				<updated>2010-06-24T13:45:48Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Gast: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Folgende Hinweise finden sich in Jay F. Rosenbergs Einführung &amp;quot;Philosophieren: Ein Handbuch für Anfänger&amp;quot; (Klostermann, 2009).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort erläutert er die Praxis des Philosophierens als eine Wissenschaft zweiter Ordnung, die sich mit den rationalen Verfahrensweisen und Begründungsstrukturen von Wissenschaften erster Ornung auseinandersetzt (Z.B. der Natur- und Sozialwisenschaften, der Künste, aber auch der unserer Alltagspraxis. Kurz: Im Fokus der Philosophie steht &amp;quot;das rationale Erforschen rationaler Tätigkeiten&amp;quot; (S. 18). Den &amp;quot;sekundären Charakter&amp;quot; der Philosophie führt er auf ihre spezifische Methode zurück, die er als dialektisches Argumentieren bezeichnet - wobei er einig darauf hinweist, dass jenseits dieser sehr allgemeinen Auskunft kaum Einigkeit über ''die'' Methode der Philosophie herrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der dialektischen Methode wird jenseits des philosphischen Staunens ''mit'' Argumenten ''auf'' Argumente eingegangen (S. 78). Die dabei vorgebrachte Kritik kann sowohl auf die formale Struktur bestehender Argumentationen als auch auf deren Inhalt beziehen. Formale Kritik bezieht sich nur auf die Gültigkeit der Argumente, indem erhellende Modelle ihrer Struktur entworfen werden. Inhaltliche oder interne Kritik adressiert dagegen einzelne Prämissen und letztlich die Kohärenz des ganzen Systems von Begriffen und Überzeugungen, in die das Argument eingebettet ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein philosophischer Essay folgt im Grunde immer dieser Methode, insofern er auf eine kritische Prüfung fremder Ansichten zielt. Ein Essay ist eben weder literarisches Selbstbekenntnis noch ein bloßer Bericht, sondern die begründete Verteidigung einer These, die sich wiederum auf die Thesen, Ansichten oder Positionen anderer bezieht. Dazu muss der Essay aber klar trennen zwischen der Darstellung von Form und Inhalt der fremden Argumentation und der eigenen, begründeten Kritik. &amp;quot;Einsichtsfähigkeit und Einfallsreichtum&amp;quot; (S. 84) wachsen laut Rosenberg erst mit der fortwährenden Rekonstruktion und Auseinandersetzung mit argumentativ begründeten Thesen und können nicht gelehrt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die effiziente Suche nach Inkonsistenzen, bzw. Selbst-Widersprüchen in fremden Argumentationen, empfiehlt Rosenberg in etwa folgende Strategie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Klare Rekonstruktion der argumentative Struktur&lt;br /&gt;
* Formale Prüfung dieser Struktur&lt;br /&gt;
* Prüfung mit Blick auf die begrifflichen Festlegunge und möglichen Spannungen&lt;br /&gt;
* Explikation möglicher impliziter Widersprüche&lt;br /&gt;
* Modellierung eines gegenläufigen Argumentes (gleiche Prämissen , andere Konklusion)&lt;br /&gt;
* Problematisierung und Modellierung einzelner (impliziter) Prämissen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Prinzien liegen dem vernünftige Denken zu Grunde, sollte deshalb nicht verletzt werden und könen für eine grundlegende Kritik an philosophischen Argumentationen genutzt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &lt;br /&gt;
# Petitio Principii&lt;br /&gt;
## Version&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Petitio Principii liegt dann vor, wenn eine Konklusion gleichzeitig als Prämisse gebraucht wird. Dies ist zwar methodisch möglich, da logisch eine der Prämissen mit der Konklusion übereinstimmen muss, aber trotzdem erscheint es falsch. Es liegt also kein rein formales, sondern ein inhaltliches Problem vor. Wichtig für das Problem ist nur die eine zentrale Prämisse, die gleichzeitig die Konklusion ist. Sie ist Gegenstand der Kritik. &lt;br /&gt;
Wie lässt sich eine petitio pricipii fassen? Sie bezeichnet einen Fehler in der Argumentation: Der Vertreter der Prämisse (und damit der Konklusion) verstößt gegen die Regel des vernünftigen Argumentierens, die er gleichzeitig zur Grundlage seiner Argumentation gemacht hat: Er verhindert, dass die Prämisse unabhängig von der Konklusion kritisiert werden kann, da beide logisch äquivalent sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Probleme beim erkennen der Petitio Principii: In der zentralen Prämisse ist meist die Konklusion implizit, nicht offensichtlich enthalten. Das herausarbeiten kann sich dadurch schwieriger gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorzeigbarkeit im philosophischen Diskurs: Der Kritiker muss nachweisen, dass der Philosoph im betreffenden Zusammenhang ein Prämisse konstitutiv für eine Konklusion verwendet, obwohl sie formal äquivalent sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel der Kritik einer Petitio Principii: Problem induktiven schließens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Russel unterstellt dem Versuch, aus vergangenen Ereignissen auf die Zukunft zu schließen eine Petitio Principii, selbst wenn die Umstände es vernünftig erscheinen lassen. Es gibt nach ihm keinen formalen Grund dafür, anzunehmen, dass wir am nächsten morgen als der Gleiche wieder aufwachen, nur weil dies stets passiert. Das liegt daran, dass die Annahme, morgen als derselbe aufzuwachen und der Schluss, es sei vernünftig, dies anzunehmen, den gleichen Inhalt haben. Nur weil sich unsere Erwartungen über die Zukunft bewahrheitet haben und vernünftig scheinen, gibt es keinen formalen Grund anzunehmen, dass sie deshalb in Zukunft genauso eintreten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petitio Principii&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Methode der petitio principii verletzt die Regeln des vernünftigen Denkens. Petitio principii bedeutet, dass in einem Argument eine Konklusion als Prämisse gebraucht wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes Argument muss in einem dialektischen Zusammenhang stehen.&lt;br /&gt;
Die philosophische Methode setzt voraus, dass etwas nur dann die Qualität eines Arguments hat und eine Konklusion stützen kann, wenn ein Einwand gegen dieses Argument sich von einem Einwand gegen das, was gestützt werden soll, unterscheidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
In einer Form der klassischen Induktion wird die These formuliert: Was unsere Erwartungen in Bezug auf die Zukunft vernünftig macht, ist die Tatsache, dass sie zutreffen. &lt;br /&gt;
Fraglich ist, ob es überhaupt Erwartungen hinsichtlich der Zukunft gibt, die vernünftig sind. Jede Erwartung, die sich erfüllt, ist vernünftig und da sich unsere bisherigen Erwartungen erfüllt haben, ist es vernünftig anzunehmen, dass sich auch die zukünftigen Erwartungen erfüllen werden. Diese Annahme ist aber auch wieder eine Erwartung an die Zukunft und diese Erwartung muss dann, damit man zu der Konklusion kommt, vernünftig sein. Ein Argument, das diese Prämisse benutzt, um zu schlussfolgern, dass Erwartungen vernünftig sind, benutzt die Schlussfolgerung als Prämisse und begeht damit eine petitio principii. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Infiniter Regress&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein infiniter Regress liegt vor, wenn ein unabschließbarer rationaler Prozess des Schlussfolgerns, Begründens, Ableitens, etc. auftritt. Ein einfaches Beispiel hierfür wäre, wenn Tom groß ist (und das stimmt), dass &lt;br /&gt;
(1)	es ist wahr, dass Tom groß ist&lt;br /&gt;
(2)	es ist wahr, dass (1)&lt;br /&gt;
(3)	es ist wahr, dass (2) &lt;br /&gt;
Dies könnte man nun unendlich fortführen ohne jemals zu einem Ende zu kommen, es ist also ein infiniter Regress.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein solcher Regress kann benutzt werden, um eine philosophische These zu widerlegen. &lt;br /&gt;
Dazu bedarf es einiger Bedingungen: (1) Es muss ein Regress vorliegen, d. h. vor jedem zweiten Schritt muss folglich ein erster liegen. (2) Der Regress muss eine echte Konsequenz der vorliegenden kritisierten philosophischen These sein. (3) An dem aufgedeckten infiniten Regress muss etwas verkehrt sein. Rosenberg verdeutlicht diese Kriterien anhand des Beispiels des freien Willens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Beispiel setzt der infinite Regress dadurch ein, dass jeder freie Willensakt notwendig durch einen weiteren freien Willensakt verursacht wird. Freiwilliges Handeln setzt also eine unendliche Reihe von freien Willensakten voraus, wobei jeder durch einen vorangegangenen freien Willensakt verursacht wird. Die Frage, was eine Handlung zu einer freiwilligen Handlung macht, kann folglich nicht beantwortet werden, denn um einen freiwilligen Willensakt zu erklären, wird der Begriff des freiwilligen Willensaktes bereits vorausgesetzt. Es ergibt sich eine Endlosschleife ohne die Frage zu beantworten. Dies bezeichnet man als einen fatalen infiniten Regress. Ist ein solcher nachweisbar, so kann man  eine Theorie widerlegen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Gast</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://okapi.uni-frankfurt.de/index.php?title=Grundlagen_der_Argumentation&amp;diff=3308</id>
		<title>Grundlagen der Argumentation</title>
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				<updated>2010-06-24T13:45:24Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Gast: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Folgende Hinweise finden sich in Jay F. Rosenbergs Einführung &amp;quot;Philosophieren: Ein Handbuch für Anfänger&amp;quot; (Klostermann, 2009).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort erläutert er die Praxis des Philosophierens als eine Wissenschaft zweiter Ordnung, die sich mit den rationalen Verfahrensweisen und Begründungsstrukturen von Wissenschaften erster Ornung auseinandersetzt (Z.B. der Natur- und Sozialwisenschaften, der Künste, aber auch der unserer Alltagspraxis. Kurz: Im Fokus der Philosophie steht &amp;quot;das rationale Erforschen rationaler Tätigkeiten&amp;quot; (S. 18). Den &amp;quot;sekundären Charakter&amp;quot; der Philosophie führt er auf ihre spezifische Methode zurück, die er als dialektisches Argumentieren bezeichnet - wobei er einig darauf hinweist, dass jenseits dieser sehr allgemeinen Auskunft kaum Einigkeit über ''die'' Methode der Philosophie herrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der dialektischen Methode wird jenseits des philosphischen Staunens ''mit'' Argumenten ''auf'' Argumente eingegangen (S. 78). Die dabei vorgebrachte Kritik kann sowohl auf die formale Struktur bestehender Argumentationen als auch auf deren Inhalt beziehen. Formale Kritik bezieht sich nur auf die Gültigkeit der Argumente, indem erhellende Modelle ihrer Struktur entworfen werden. Inhaltliche oder interne Kritik adressiert dagegen einzelne Prämissen und letztlich die Kohärenz des ganzen Systems von Begriffen und Überzeugungen, in die das Argument eingebettet ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein philosophischer Essay folgt im Grunde immer dieser Methode, insofern er auf eine kritische Prüfung fremder Ansichten zielt. Ein Essay ist eben weder literarisches Selbstbekenntnis noch ein bloßer Bericht, sondern die begründete Verteidigung einer These, die sich wiederum auf die Thesen, Ansichten oder Positionen anderer bezieht. Dazu muss der Essay aber klar trennen zwischen der Darstellung von Form und Inhalt der fremden Argumentation und der eigenen, begründeten Kritik. &amp;quot;Einsichtsfähigkeit und Einfallsreichtum&amp;quot; (S. 84) wachsen laut Rosenberg erst mit der fortwährenden Rekonstruktion und Auseinandersetzung mit argumentativ begründeten Thesen und können nicht gelehrt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die effiziente Suche nach Inkonsistenzen, bzw. Selbst-Widersprüchen in fremden Argumentationen, empfiehlt Rosenberg in etwa folgende Strategie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Klare Rekonstruktion der argumentative Struktur&lt;br /&gt;
* Formale Prüfung dieser Struktur&lt;br /&gt;
* Prüfung mit Blick auf die begrifflichen Festlegunge und möglichen Spannungen&lt;br /&gt;
* Explikation möglicher impliziter Widersprüche&lt;br /&gt;
* Modellierung eines gegenläufigen Argumentes (gleiche Prämissen , andere Konklusion)&lt;br /&gt;
* Problematisierung und Modellierung einzelner (impliziter) Prämissen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Prinzien liegen dem vernünftige Denken zu Grunde, sollte deshalb nicht verletzt werden und könen für eine grundlegende Kritik an philosophischen Argumentationen genutzt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &lt;br /&gt;
# Petitio Principii&lt;br /&gt;
## Version&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Petitio Principii liegt dann vor, wenn eine Konklusion gleichzeitig als Prämisse gebraucht wird. Dies ist zwar methodisch möglich, da logisch eine der Prämissen mit der Konklusion übereinstimmen muss, aber trotzdem erscheint es falsch. Es liegt also kein rein formales, sondern ein inhaltliches Problem vor. Wichtig für das Problem ist nur die eine zentrale Prämisse, die gleichzeitig die Konklusion ist. Sie ist Gegenstand der Kritik. &lt;br /&gt;
Wie lässt sich eine petitio pricipii fassen? Sie bezeichnet einen Fehler in der Argumentation: Der Vertreter der Prämisse (und damit der Konklusion) verstößt gegen die Regel des vernünftigen Argumentierens, die er gleichzeitig zur Grundlage seiner Argumentation gemacht hat: Er verhindert, dass die Prämisse unabhängig von der Konklusion kritisiert werden kann, da beide logisch äquivalent sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Probleme beim erkennen der Petitio Principii: In der zentralen Prämisse ist meist die Konklusion implizit, nicht offensichtlich enthalten. Das herausarbeiten kann sich dadurch schwieriger gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorzeigbarkeit im philosophischen Diskurs: Der Kritiker muss nachweisen, dass der Philosoph im betreffenden Zusammenhang ein Prämisse konstitutiv für eine Konklusion verwendet, obwohl sie formal äquivalent sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel der Kritik einer Petitio Principii: Annahmen über Zukunft &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Russel unterstellt dem Versuch, aus vergangenen Ereignissen auf die Zukunft zu schließen eine Petitio Principii, selbst wenn die Umstände es vernünftig erscheinen lassen. Es gibt nach ihm keinen formalen Grund dafür, anzunehmen, dass wir am nächsten morgen als der Gleiche wieder aufwachen, nur weil dies stets passiert. Das liegt daran, dass die Annahme, morgen als derselbe aufzuwachen und der Schluss, es sei vernünftig, dies anzunehmen, den gleichen Inhalt haben. Nur weil sich unsere Erwartungen über die Zukunft bewahrheitet haben und vernünftig scheinen, gibt es keinen formalen Grund anzunehmen, dass sie deshalb in Zukunft genauso eintreten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Version&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Methode der petitio principii verletzt die Regeln des vernünftigen Denkens. Petitio principii bedeutet, dass in einem Argument eine Konklusion als Prämisse gebraucht wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes Argument muss in einem dialektischen Zusammenhang stehen.&lt;br /&gt;
Die philosophische Methode setzt voraus, dass etwas nur dann die Qualität eines Arguments hat und eine Konklusion stützen kann, wenn ein Einwand gegen dieses Argument sich von einem Einwand gegen das, was gestützt werden soll, unterscheidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
In einer Form der klassischen Induktion wird die These formuliert: Was unsere Erwartungen in Bezug auf die Zukunft vernünftig macht, ist die Tatsache, dass sie zutreffen. &lt;br /&gt;
Fraglich ist, ob es überhaupt Erwartungen hinsichtlich der Zukunft gibt, die vernünftig sind. Jede Erwartung, die sich erfüllt, ist vernünftig und da sich unsere bisherigen Erwartungen erfüllt haben, ist es vernünftig anzunehmen, dass sich auch die zukünftigen Erwartungen erfüllen werden. Diese Annahme ist aber auch wieder eine Erwartung an die Zukunft und diese Erwartung muss dann, damit man zu der Konklusion kommt, vernünftig sein. Ein Argument, das diese Prämisse benutzt, um zu schlussfolgern, dass Erwartungen vernünftig sind, benutzt die Schlussfolgerung als Prämisse und begeht damit eine petitio principii. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Infiniter Regress&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein infiniter Regress liegt vor, wenn ein unabschließbarer rationaler Prozess des Schlussfolgerns, Begründens, Ableitens, etc. auftritt. Ein einfaches Beispiel hierfür wäre, wenn Tom groß ist (und das stimmt), dass &lt;br /&gt;
(1)	es ist wahr, dass Tom groß ist&lt;br /&gt;
(2)	es ist wahr, dass (1)&lt;br /&gt;
(3)	es ist wahr, dass (2) &lt;br /&gt;
Dies könnte man nun unendlich fortführen ohne jemals zu einem Ende zu kommen, es ist also ein infiniter Regress.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein solcher Regress kann benutzt werden, um eine philosophische These zu widerlegen. &lt;br /&gt;
Dazu bedarf es einiger Bedingungen: (1) Es muss ein Regress vorliegen, d. h. vor jedem zweiten Schritt muss folglich ein erster liegen. (2) Der Regress muss eine echte Konsequenz der vorliegenden kritisierten philosophischen These sein. (3) An dem aufgedeckten infiniten Regress muss etwas verkehrt sein. Rosenberg verdeutlicht diese Kriterien anhand des Beispiels des freien Willens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Beispiel setzt der infinite Regress dadurch ein, dass jeder freie Willensakt notwendig durch einen weiteren freien Willensakt verursacht wird. Freiwilliges Handeln setzt also eine unendliche Reihe von freien Willensakten voraus, wobei jeder durch einen vorangegangenen freien Willensakt verursacht wird. Die Frage, was eine Handlung zu einer freiwilligen Handlung macht, kann folglich nicht beantwortet werden, denn um einen freiwilligen Willensakt zu erklären, wird der Begriff des freiwilligen Willensaktes bereits vorausgesetzt. Es ergibt sich eine Endlosschleife ohne die Frage zu beantworten. Dies bezeichnet man als einen fatalen infiniten Regress. Ist ein solcher nachweisbar, so kann man  eine Theorie widerlegen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Gast</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://okapi.uni-frankfurt.de/index.php?title=Grundlagen_der_Argumentation&amp;diff=3307</id>
		<title>Grundlagen der Argumentation</title>
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				<updated>2010-06-24T13:44:46Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Gast: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Folgende Hinweise finden sich in Jay F. Rosenbergs Einführung &amp;quot;Philosophieren: Ein Handbuch für Anfänger&amp;quot; (Klostermann, 2009).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort erläutert er die Praxis des Philosophierens als eine Wissenschaft zweiter Ordnung, die sich mit den rationalen Verfahrensweisen und Begründungsstrukturen von Wissenschaften erster Ornung auseinandersetzt (Z.B. der Natur- und Sozialwisenschaften, der Künste, aber auch der unserer Alltagspraxis. Kurz: Im Fokus der Philosophie steht &amp;quot;das rationale Erforschen rationaler Tätigkeiten&amp;quot; (S. 18). Den &amp;quot;sekundären Charakter&amp;quot; der Philosophie führt er auf ihre spezifische Methode zurück, die er als dialektisches Argumentieren bezeichnet - wobei er einig darauf hinweist, dass jenseits dieser sehr allgemeinen Auskunft kaum Einigkeit über ''die'' Methode der Philosophie herrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der dialektischen Methode wird jenseits des philosphischen Staunens ''mit'' Argumenten ''auf'' Argumente eingegangen (S. 78). Die dabei vorgebrachte Kritik kann sowohl auf die formale Struktur bestehender Argumentationen als auch auf deren Inhalt beziehen. Formale Kritik bezieht sich nur auf die Gültigkeit der Argumente, indem erhellende Modelle ihrer Struktur entworfen werden. Inhaltliche oder interne Kritik adressiert dagegen einzelne Prämissen und letztlich die Kohärenz des ganzen Systems von Begriffen und Überzeugungen, in die das Argument eingebettet ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein philosophischer Essay folgt im Grunde immer dieser Methode, insofern er auf eine kritische Prüfung fremder Ansichten zielt. Ein Essay ist eben weder literarisches Selbstbekenntnis noch ein bloßer Bericht, sondern die begründete Verteidigung einer These, die sich wiederum auf die Thesen, Ansichten oder Positionen anderer bezieht. Dazu muss der Essay aber klar trennen zwischen der Darstellung von Form und Inhalt der fremden Argumentation und der eigenen, begründeten Kritik. &amp;quot;Einsichtsfähigkeit und Einfallsreichtum&amp;quot; (S. 84) wachsen laut Rosenberg erst mit der fortwährenden Rekonstruktion und Auseinandersetzung mit argumentativ begründeten Thesen und können nicht gelehrt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die effiziente Suche nach Inkonsistenzen, bzw. Selbst-Widersprüchen in fremden Argumentationen, empfiehlt Rosenberg in etwa folgende Strategie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Klare Rekonstruktion der argumentative Struktur&lt;br /&gt;
* Formale Prüfung dieser Struktur&lt;br /&gt;
* Prüfung mit Blick auf die begrifflichen Festlegunge und möglichen Spannungen&lt;br /&gt;
* Explikation möglicher impliziter Widersprüche&lt;br /&gt;
* Modellierung eines gegenläufigen Argumentes (gleiche Prämissen , andere Konklusion)&lt;br /&gt;
* Problematisierung und Modellierung einzelner (impliziter) Prämissen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Prinzien liegen dem vernünftige Denken zu Grunde, sollte deshalb nicht verletzt werden und könen für eine grundlegende Kritik an philosophischen Argumentationen genutzt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &lt;br /&gt;
# Petitio Principii&lt;br /&gt;
## Version&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Petitio Principii liegt dann vor, wenn eine Konklusion gleichzeitig als Prämisse gebraucht wird. Dies ist zwar methodisch möglich, da logisch eine der Prämissen mit der Konklusion übereinstimmen muss, aber trotzdem erscheint es falsch. Es liegt also kein rein formales, sondern ein inhaltliches Problem vor. Wichtig für das Problem ist nur die eine zentrale Prämisse, die gleichzeitig die Konklusion ist. Sie ist Gegenstand der Kritik. &lt;br /&gt;
Wie lässt sich eine petitio pricipii fassen? Sie bezeichnet einen Fehler in der Argumentation: Der Vertreter der Prämisse (und damit der Konklusion) verstößt gegen die Regel des vernünftigen Argumentierens, die er gleichzeitig zur Grundlage seiner Argumentation gemacht hat: Er verhindert, dass die Prämisse unabhängig von der Konklusion kritisiert werden kann, da beide logisch äquivalent sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Probleme beim erkennen der Petitio Principii: In der zentralen Prämisse ist meist die Konklusion implizit, nicht offensichtlich enthalten. Das herausarbeiten kann sich dadurch schwieriger gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorzeigbarkeit im philosophischen Diskurs: Der Kritiker muss nachweisen, dass der Philosoph im betreffenden Zusammenhang ein Prämisse konstitutiv für eine Konklusion verwendet, obwohl sie formal äquivalent sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel der Kritik einer Petitio Principii: Annahmen über Zukunft &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Russel unterstellt dem Versuch, aus vergangenen Ereignissen auf die Zukunft zu schließen eine Petitio Principii, selbst wenn die Umstände es vernünftig erscheinen lassen. Es gibt nach ihm keinen formalen Grund dafür, anzunehmen, dass wir am nächsten morgen als der Gleiche wieder aufwachen, nur weil dies stets passiert. Das liegt daran, dass die Annahme, morgen als derselbe aufzuwachen und der Schluss, es sei vernünftig, dies anzunehmen, den gleichen Inhalt haben. Nur weil sich unsere Erwartungen über die Zukunft bewahrheitet haben und vernünftig scheinen, gibt es keinen formalen Grund anzunehmen, dass sie deshalb in Zukunft genauso eintreten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
## Version&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Methode der petitio principii verletzt die Regeln des vernünftigen Denkens. Petitio principii bedeutet, dass in einem Argument eine Konklusion als Prämisse gebraucht wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes Argument muss in einem dialektischen Zusammenhang stehen.&lt;br /&gt;
Die philosophische Methode setzt voraus, dass etwas nur dann die Qualität eines Arguments hat und eine Konklusion stützen kann, wenn ein Einwand gegen dieses Argument sich von einem Einwand gegen das, was gestützt werden soll, unterscheidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
In einer Form der klassischen Induktion wird die These formuliert: Was unsere Erwartungen in Bezug auf die Zukunft vernünftig macht, ist die Tatsache, dass sie zutreffen. &lt;br /&gt;
Fraglich ist, ob es überhaupt Erwartungen hinsichtlich der Zukunft gibt, die vernünftig sind. Jede Erwartung, die sich erfüllt, ist vernünftig und da sich unsere bisherigen Erwartungen erfüllt haben, ist es vernünftig anzunehmen, dass sich auch die zukünftigen Erwartungen erfüllen werden. Diese Annahme ist aber auch wieder eine Erwartung an die Zukunft und diese Erwartung muss dann, damit man zu der Konklusion kommt, vernünftig sein. Ein Argument, das diese Prämisse benutzt, um zu schlussfolgern, dass Erwartungen vernünftig sind, benutzt die Schlussfolgerung als Prämisse und begeht damit eine petitio principii. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Infiniter Regress&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein infiniter Regress liegt vor, wenn ein unabschließbarer rationaler Prozess des Schlussfolgerns, Begründens, Ableitens, etc. auftritt. Ein einfaches Beispiel hierfür wäre, wenn Tom groß ist (und das stimmt), dass &lt;br /&gt;
(1)	es ist wahr, dass Tom groß ist&lt;br /&gt;
(2)	es ist wahr, dass (1)&lt;br /&gt;
(3)	es ist wahr, dass (2) &lt;br /&gt;
Dies könnte man nun unendlich fortführen ohne jemals zu einem Ende zu kommen, es ist also ein infiniter Regress.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein solcher Regress kann benutzt werden, um eine philosophische These zu widerlegen. &lt;br /&gt;
Dazu bedarf es einiger Bedingungen: (1) Es muss ein Regress vorliegen, d. h. vor jedem zweiten Schritt muss folglich ein erster liegen. (2) Der Regress muss eine echte Konsequenz der vorliegenden kritisierten philosophischen These sein. (3) An dem aufgedeckten infiniten Regress muss etwas verkehrt sein. Rosenberg verdeutlicht diese Kriterien anhand des Beispiels des freien Willens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Beispiel setzt der infinite Regress dadurch ein, dass jeder freie Willensakt notwendig durch einen weiteren freien Willensakt verursacht wird. Freiwilliges Handeln setzt also eine unendliche Reihe von freien Willensakten voraus, wobei jeder durch einen vorangegangenen freien Willensakt verursacht wird. Die Frage, was eine Handlung zu einer freiwilligen Handlung macht, kann folglich nicht beantwortet werden, denn um einen freiwilligen Willensakt zu erklären, wird der Begriff des freiwilligen Willensaktes bereits vorausgesetzt. Es ergibt sich eine Endlosschleife ohne die Frage zu beantworten. Dies bezeichnet man als einen fatalen infiniten Regress. Ist ein solcher nachweisbar, so kann man  eine Theorie widerlegen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Gast</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://okapi.uni-frankfurt.de/index.php?title=Grundlagen_der_Argumentation&amp;diff=3306</id>
		<title>Grundlagen der Argumentation</title>
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				<updated>2010-06-24T13:44:18Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Gast: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Folgende Hinweise finden sich in Jay F. Rosenbergs Einführung &amp;quot;Philosophieren: Ein Handbuch für Anfänger&amp;quot; (Klostermann, 2009).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort erläutert er die Praxis des Philosophierens als eine Wissenschaft zweiter Ordnung, die sich mit den rationalen Verfahrensweisen und Begründungsstrukturen von Wissenschaften erster Ornung auseinandersetzt (Z.B. der Natur- und Sozialwisenschaften, der Künste, aber auch der unserer Alltagspraxis. Kurz: Im Fokus der Philosophie steht &amp;quot;das rationale Erforschen rationaler Tätigkeiten&amp;quot; (S. 18). Den &amp;quot;sekundären Charakter&amp;quot; der Philosophie führt er auf ihre spezifische Methode zurück, die er als dialektisches Argumentieren bezeichnet - wobei er einig darauf hinweist, dass jenseits dieser sehr allgemeinen Auskunft kaum Einigkeit über ''die'' Methode der Philosophie herrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der dialektischen Methode wird jenseits des philosphischen Staunens ''mit'' Argumenten ''auf'' Argumente eingegangen (S. 78). Die dabei vorgebrachte Kritik kann sowohl auf die formale Struktur bestehender Argumentationen als auch auf deren Inhalt beziehen. Formale Kritik bezieht sich nur auf die Gültigkeit der Argumente, indem erhellende Modelle ihrer Struktur entworfen werden. Inhaltliche oder interne Kritik adressiert dagegen einzelne Prämissen und letztlich die Kohärenz des ganzen Systems von Begriffen und Überzeugungen, in die das Argument eingebettet ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein philosophischer Essay folgt im Grunde immer dieser Methode, insofern er auf eine kritische Prüfung fremder Ansichten zielt. Ein Essay ist eben weder literarisches Selbstbekenntnis noch ein bloßer Bericht, sondern die begründete Verteidigung einer These, die sich wiederum auf die Thesen, Ansichten oder Positionen anderer bezieht. Dazu muss der Essay aber klar trennen zwischen der Darstellung von Form und Inhalt der fremden Argumentation und der eigenen, begründeten Kritik. &amp;quot;Einsichtsfähigkeit und Einfallsreichtum&amp;quot; (S. 84) wachsen laut Rosenberg erst mit der fortwährenden Rekonstruktion und Auseinandersetzung mit argumentativ begründeten Thesen und können nicht gelehrt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die effiziente Suche nach Inkonsistenzen, bzw. Selbst-Widersprüchen in fremden Argumentationen, empfiehlt Rosenberg in etwa folgende Strategie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Klare Rekonstruktion der argumentative Struktur&lt;br /&gt;
* Formale Prüfung dieser Struktur&lt;br /&gt;
* Prüfung mit Blick auf die begrifflichen Festlegunge und möglichen Spannungen&lt;br /&gt;
* Explikation möglicher impliziter Widersprüche&lt;br /&gt;
* Modellierung eines gegenläufigen Argumentes (gleiche Prämissen , andere Konklusion)&lt;br /&gt;
* Problematisierung und Modellierung einzelner (impliziter) Prämissen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Prinzien liegen dem vernünftige Denken zu Grunde, sollte deshalb nicht verletzt werden und könen für eine grundlegende Kritik an philosophischen Argumentationen genutzt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &lt;br /&gt;
# Petitio Principii&lt;br /&gt;
## Version&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Petitio Principii liegt dann vor, wenn eine Konklusion gleichzeitig als Prämisse gebraucht wird. Dies ist zwar methodisch möglich, da logisch eine der Prämissen mit der Konklusion übereinstimmen muss, aber trotzdem erscheint es falsch. Es liegt also kein rein formales, sondern ein inhaltliches Problem vor. Wichtig für das Problem ist nur die eine zentrale Prämisse, die gleichzeitig die Konklusion ist. Sie ist Gegenstand der Kritik. &lt;br /&gt;
Wie lässt sich eine petitio pricipii fassen? Sie bezeichnet einen Fehler in der Argumentation: Der Vertreter der Prämisse (und damit der Konklusion) verstößt gegen die Regel des vernünftigen Argumentierens, die er gleichzeitig zur Grundlage seiner Argumentation gemacht hat: Er verhindert, dass die Prämisse unabhängig von der Konklusion kritisiert werden kann, da beide logisch äquivalent sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Probleme beim erkennen der Petitio Principii: In der zentralen Prämisse ist meist die Konklusion implizit, nicht offensichtlich enthalten. Das herausarbeiten kann sich dadurch schwieriger gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorzeigbarkeit im philosophischen Diskurs: Der Kritiker muss nachweisen, dass der Philosoph im betreffenden Zusammenhang ein Prämisse konstitutiv für eine Konklusion verwendet, obwohl sie formal äquivalent sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel der Kritik einer Petitio Principii: Annahmen über Zukunft &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Russel unterstellt dem Versuch, aus vergangenen Ereignissen auf die Zukunft zu schließen eine Petitio Principii, selbst wenn die Umstände es vernünftig erscheinen lassen. Es gibt nach ihm keinen formalen Grund dafür, anzunehmen, dass wir am nächsten morgen als der Gleiche wieder aufwachen, nur weil dies stets passiert. Das liegt daran, dass die Annahme, morgen als derselbe aufzuwachen und der Schluss, es sei vernünftig, dies anzunehmen, den gleichen Inhalt haben. Nur weil sich unsere Erwartungen über die Zukunft bewahrheitet haben und vernünftig scheinen, gibt es keinen formalen Grund anzunehmen, dass sie deshalb in Zukunft genauso eintreten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petitio Principii&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Methode der petitio principii verletzt die Regeln des vernünftigen Denkens. Petitio principii bedeutet, dass in einem Argument eine Konklusion als Prämisse gebraucht wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes Argument muss in einem dialektischen Zusammenhang stehen.&lt;br /&gt;
Die philosophische Methode setzt voraus, dass etwas nur dann die Qualität eines Arguments hat und eine Konklusion stützen kann, wenn ein Einwand gegen dieses Argument sich von einem Einwand gegen das, was gestützt werden soll, unterscheidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
In einer Form der klassischen Induktion wird die These formuliert: Was unsere Erwartungen in Bezug auf die Zukunft vernünftig macht, ist die Tatsache, dass sie zutreffen. &lt;br /&gt;
Fraglich ist, ob es überhaupt Erwartungen hinsichtlich der Zukunft gibt, die vernünftig sind. Jede Erwartung, die sich erfüllt, ist vernünftig und da sich unsere bisherigen Erwartungen erfüllt haben, ist es vernünftig anzunehmen, dass sich auch die zukünftigen Erwartungen erfüllen werden. Diese Annahme ist aber auch wieder eine Erwartung an die Zukunft und diese Erwartung muss dann, damit man zu der Konklusion kommt, vernünftig sein. Ein Argument, das diese Prämisse benutzt, um zu schlussfolgern, dass Erwartungen vernünftig sind, benutzt die Schlussfolgerung als Prämisse und begeht damit eine petitio principii. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Infiniter Regress&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein infiniter Regress liegt vor, wenn ein unabschließbarer rationaler Prozess des Schlussfolgerns, Begründens, Ableitens, etc. auftritt. Ein einfaches Beispiel hierfür wäre, wenn Tom groß ist (und das stimmt), dass &lt;br /&gt;
(1)	es ist wahr, dass Tom groß ist&lt;br /&gt;
(2)	es ist wahr, dass (1)&lt;br /&gt;
(3)	es ist wahr, dass (2) &lt;br /&gt;
Dies könnte man nun unendlich fortführen ohne jemals zu einem Ende zu kommen, es ist also ein infiniter Regress.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein solcher Regress kann benutzt werden, um eine philosophische These zu widerlegen. &lt;br /&gt;
Dazu bedarf es einiger Bedingungen: (1) Es muss ein Regress vorliegen, d. h. vor jedem zweiten Schritt muss folglich ein erster liegen. (2) Der Regress muss eine echte Konsequenz der vorliegenden kritisierten philosophischen These sein. (3) An dem aufgedeckten infiniten Regress muss etwas verkehrt sein. Rosenberg verdeutlicht diese Kriterien anhand des Beispiels des freien Willens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Beispiel setzt der infinite Regress dadurch ein, dass jeder freie Willensakt notwendig durch einen weiteren freien Willensakt verursacht wird. Freiwilliges Handeln setzt also eine unendliche Reihe von freien Willensakten voraus, wobei jeder durch einen vorangegangenen freien Willensakt verursacht wird. Die Frage, was eine Handlung zu einer freiwilligen Handlung macht, kann folglich nicht beantwortet werden, denn um einen freiwilligen Willensakt zu erklären, wird der Begriff des freiwilligen Willensaktes bereits vorausgesetzt. Es ergibt sich eine Endlosschleife ohne die Frage zu beantworten. Dies bezeichnet man als einen fatalen infiniten Regress. Ist ein solcher nachweisbar, so kann man  eine Theorie widerlegen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Gast</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://okapi.uni-frankfurt.de/index.php?title=Grundlagen_der_Argumentation&amp;diff=3305</id>
		<title>Grundlagen der Argumentation</title>
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				<updated>2010-06-24T13:43:54Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Gast: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Folgende Hinweise finden sich in Jay F. Rosenbergs Einführung &amp;quot;Philosophieren: Ein Handbuch für Anfänger&amp;quot; (Klostermann, 2009).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort erläutert er die Praxis des Philosophierens als eine Wissenschaft zweiter Ordnung, die sich mit den rationalen Verfahrensweisen und Begründungsstrukturen von Wissenschaften erster Ornung auseinandersetzt (Z.B. der Natur- und Sozialwisenschaften, der Künste, aber auch der unserer Alltagspraxis. Kurz: Im Fokus der Philosophie steht &amp;quot;das rationale Erforschen rationaler Tätigkeiten&amp;quot; (S. 18). Den &amp;quot;sekundären Charakter&amp;quot; der Philosophie führt er auf ihre spezifische Methode zurück, die er als dialektisches Argumentieren bezeichnet - wobei er einig darauf hinweist, dass jenseits dieser sehr allgemeinen Auskunft kaum Einigkeit über ''die'' Methode der Philosophie herrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der dialektischen Methode wird jenseits des philosphischen Staunens ''mit'' Argumenten ''auf'' Argumente eingegangen (S. 78). Die dabei vorgebrachte Kritik kann sowohl auf die formale Struktur bestehender Argumentationen als auch auf deren Inhalt beziehen. Formale Kritik bezieht sich nur auf die Gültigkeit der Argumente, indem erhellende Modelle ihrer Struktur entworfen werden. Inhaltliche oder interne Kritik adressiert dagegen einzelne Prämissen und letztlich die Kohärenz des ganzen Systems von Begriffen und Überzeugungen, in die das Argument eingebettet ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein philosophischer Essay folgt im Grunde immer dieser Methode, insofern er auf eine kritische Prüfung fremder Ansichten zielt. Ein Essay ist eben weder literarisches Selbstbekenntnis noch ein bloßer Bericht, sondern die begründete Verteidigung einer These, die sich wiederum auf die Thesen, Ansichten oder Positionen anderer bezieht. Dazu muss der Essay aber klar trennen zwischen der Darstellung von Form und Inhalt der fremden Argumentation und der eigenen, begründeten Kritik. &amp;quot;Einsichtsfähigkeit und Einfallsreichtum&amp;quot; (S. 84) wachsen laut Rosenberg erst mit der fortwährenden Rekonstruktion und Auseinandersetzung mit argumentativ begründeten Thesen und können nicht gelehrt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die effiziente Suche nach Inkonsistenzen, bzw. Selbst-Widersprüchen in fremden Argumentationen, empfiehlt Rosenberg in etwa folgende Strategie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Klare Rekonstruktion der argumentative Struktur&lt;br /&gt;
* Formale Prüfung dieser Struktur&lt;br /&gt;
* Prüfung mit Blick auf die begrifflichen Festlegunge und möglichen Spannungen&lt;br /&gt;
* Explikation möglicher impliziter Widersprüche&lt;br /&gt;
* Modellierung eines gegenläufigen Argumentes (gleiche Prämissen , andere Konklusion)&lt;br /&gt;
* Problematisierung und Modellierung einzelner (impliziter) Prämissen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Prinzien liegen dem vernünftige Denken zu Grunde, sollte deshalb nicht verletzt werden und könen für eine grundlegende Kritik an philosophischen Argumentationen genutzt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &lt;br /&gt;
# Petitio Principii&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Petitio Principii liegt dann vor, wenn eine Konklusion gleichzeitig als Prämisse gebraucht wird. Dies ist zwar methodisch möglich, da logisch eine der Prämissen mit der Konklusion übereinstimmen muss, aber trotzdem erscheint es falsch. Es liegt also kein rein formales, sondern ein inhaltliches Problem vor. Wichtig für das Problem ist nur die eine zentrale Prämisse, die gleichzeitig die Konklusion ist. Sie ist Gegenstand der Kritik. &lt;br /&gt;
Wie lässt sich eine petitio pricipii fassen? Sie bezeichnet einen Fehler in der Argumentation: Der Vertreter der Prämisse (und damit der Konklusion) verstößt gegen die Regel des vernünftigen Argumentierens, die er gleichzeitig zur Grundlage seiner Argumentation gemacht hat: Er verhindert, dass die Prämisse unabhängig von der Konklusion kritisiert werden kann, da beide logisch äquivalent sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Probleme beim erkennen der Petitio Principii: In der zentralen Prämisse ist meist die Konklusion implizit, nicht offensichtlich enthalten. Das herausarbeiten kann sich dadurch schwieriger gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorzeigbarkeit im philosophischen Diskurs: Der Kritiker muss nachweisen, dass der Philosoph im betreffenden Zusammenhang ein Prämisse konstitutiv für eine Konklusion verwendet, obwohl sie formal äquivalent sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel der Kritik einer Petitio Principii: Annahmen über Zukunft &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Russel unterstellt dem Versuch, aus vergangenen Ereignissen auf die Zukunft zu schließen eine Petitio Principii, selbst wenn die Umstände es vernünftig erscheinen lassen. Es gibt nach ihm keinen formalen Grund dafür, anzunehmen, dass wir am nächsten morgen als der Gleiche wieder aufwachen, nur weil dies stets passiert. Das liegt daran, dass die Annahme, morgen als derselbe aufzuwachen und der Schluss, es sei vernünftig, dies anzunehmen, den gleichen Inhalt haben. Nur weil sich unsere Erwartungen über die Zukunft bewahrheitet haben und vernünftig scheinen, gibt es keinen formalen Grund anzunehmen, dass sie deshalb in Zukunft genauso eintreten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petitio Principii&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Methode der petitio principii verletzt die Regeln des vernünftigen Denkens. Petitio principii bedeutet, dass in einem Argument eine Konklusion als Prämisse gebraucht wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes Argument muss in einem dialektischen Zusammenhang stehen.&lt;br /&gt;
Die philosophische Methode setzt voraus, dass etwas nur dann die Qualität eines Arguments hat und eine Konklusion stützen kann, wenn ein Einwand gegen dieses Argument sich von einem Einwand gegen das, was gestützt werden soll, unterscheidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
In einer Form der klassischen Induktion wird die These formuliert: Was unsere Erwartungen in Bezug auf die Zukunft vernünftig macht, ist die Tatsache, dass sie zutreffen. &lt;br /&gt;
Fraglich ist, ob es überhaupt Erwartungen hinsichtlich der Zukunft gibt, die vernünftig sind. Jede Erwartung, die sich erfüllt, ist vernünftig und da sich unsere bisherigen Erwartungen erfüllt haben, ist es vernünftig anzunehmen, dass sich auch die zukünftigen Erwartungen erfüllen werden. Diese Annahme ist aber auch wieder eine Erwartung an die Zukunft und diese Erwartung muss dann, damit man zu der Konklusion kommt, vernünftig sein. Ein Argument, das diese Prämisse benutzt, um zu schlussfolgern, dass Erwartungen vernünftig sind, benutzt die Schlussfolgerung als Prämisse und begeht damit eine petitio principii. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Infiniter Regress&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein infiniter Regress liegt vor, wenn ein unabschließbarer rationaler Prozess des Schlussfolgerns, Begründens, Ableitens, etc. auftritt. Ein einfaches Beispiel hierfür wäre, wenn Tom groß ist (und das stimmt), dass &lt;br /&gt;
(1)	es ist wahr, dass Tom groß ist&lt;br /&gt;
(2)	es ist wahr, dass (1)&lt;br /&gt;
(3)	es ist wahr, dass (2) &lt;br /&gt;
Dies könnte man nun unendlich fortführen ohne jemals zu einem Ende zu kommen, es ist also ein infiniter Regress.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein solcher Regress kann benutzt werden, um eine philosophische These zu widerlegen. &lt;br /&gt;
Dazu bedarf es einiger Bedingungen: (1) Es muss ein Regress vorliegen, d. h. vor jedem zweiten Schritt muss folglich ein erster liegen. (2) Der Regress muss eine echte Konsequenz der vorliegenden kritisierten philosophischen These sein. (3) An dem aufgedeckten infiniten Regress muss etwas verkehrt sein. Rosenberg verdeutlicht diese Kriterien anhand des Beispiels des freien Willens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Beispiel setzt der infinite Regress dadurch ein, dass jeder freie Willensakt notwendig durch einen weiteren freien Willensakt verursacht wird. Freiwilliges Handeln setzt also eine unendliche Reihe von freien Willensakten voraus, wobei jeder durch einen vorangegangenen freien Willensakt verursacht wird. Die Frage, was eine Handlung zu einer freiwilligen Handlung macht, kann folglich nicht beantwortet werden, denn um einen freiwilligen Willensakt zu erklären, wird der Begriff des freiwilligen Willensaktes bereits vorausgesetzt. Es ergibt sich eine Endlosschleife ohne die Frage zu beantworten. Dies bezeichnet man als einen fatalen infiniten Regress. Ist ein solcher nachweisbar, so kann man  eine Theorie widerlegen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Gast</name></author>	</entry>

	<entry>
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		<title>Grundlagen der Argumentation</title>
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				<updated>2010-06-24T13:43:05Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Gast: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Folgende Hinweise finden sich in Jay F. Rosenbergs Einführung &amp;quot;Philosophieren: Ein Handbuch für Anfänger&amp;quot; (Klostermann, 2009).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort erläutert er die Praxis des Philosophierens als eine Wissenschaft zweiter Ordnung, die sich mit den rationalen Verfahrensweisen und Begründungsstrukturen von Wissenschaften erster Ornung auseinandersetzt (Z.B. der Natur- und Sozialwisenschaften, der Künste, aber auch der unserer Alltagspraxis. Kurz: Im Fokus der Philosophie steht &amp;quot;das rationale Erforschen rationaler Tätigkeiten&amp;quot; (S. 18). Den &amp;quot;sekundären Charakter&amp;quot; der Philosophie führt er auf ihre spezifische Methode zurück, die er als dialektisches Argumentieren bezeichnet - wobei er einig darauf hinweist, dass jenseits dieser sehr allgemeinen Auskunft kaum Einigkeit über ''die'' Methode der Philosophie herrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der dialektischen Methode wird jenseits des philosphischen Staunens ''mit'' Argumenten ''auf'' Argumente eingegangen (S. 78). Die dabei vorgebrachte Kritik kann sowohl auf die formale Struktur bestehender Argumentationen als auch auf deren Inhalt beziehen. Formale Kritik bezieht sich nur auf die Gültigkeit der Argumente, indem erhellende Modelle ihrer Struktur entworfen werden. Inhaltliche oder interne Kritik adressiert dagegen einzelne Prämissen und letztlich die Kohärenz des ganzen Systems von Begriffen und Überzeugungen, in die das Argument eingebettet ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein philosophischer Essay folgt im Grunde immer dieser Methode, insofern er auf eine kritische Prüfung fremder Ansichten zielt. Ein Essay ist eben weder literarisches Selbstbekenntnis noch ein bloßer Bericht, sondern die begründete Verteidigung einer These, die sich wiederum auf die Thesen, Ansichten oder Positionen anderer bezieht. Dazu muss der Essay aber klar trennen zwischen der Darstellung von Form und Inhalt der fremden Argumentation und der eigenen, begründeten Kritik. &amp;quot;Einsichtsfähigkeit und Einfallsreichtum&amp;quot; (S. 84) wachsen laut Rosenberg erst mit der fortwährenden Rekonstruktion und Auseinandersetzung mit argumentativ begründeten Thesen und können nicht gelehrt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die effiziente Suche nach Inkonsistenzen, bzw. Selbst-Widersprüchen in fremden Argumentationen, empfiehlt Rosenberg in etwa folgende Strategie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Klare Rekonstruktion der argumentative Struktur&lt;br /&gt;
* Formale Prüfung dieser Struktur&lt;br /&gt;
* Prüfung mit Blick auf die begrifflichen Festlegunge und möglichen Spannungen&lt;br /&gt;
* Explikation möglicher impliziter Widersprüche&lt;br /&gt;
* Modellierung eines gegenläufigen Argumentes (gleiche Prämissen , andere Konklusion)&lt;br /&gt;
* Problematisierung und Modellierung einzelner (impliziter) Prämissen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Prinzien liegen dem vernünftige Denken zu Grunde, sollte deshalb nicht verletzt werden und könen für eine grundlegende Kritik an philosophischen Argumentationen genutzt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &lt;br /&gt;
# Petitio Principii&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Petitio Principii liegt dann vor, wenn eine Konklusion gleichzeitig als Prämisse gebraucht wird. Dies ist zwar methodisch möglich, da logisch eine der Prämissen mit der Konklusion übereinstimmen muss, aber trotzdem erscheint es falsch. Es liegt also kein rein formales, sondern ein inhaltliches Problem vor. Wichtig für das Problem ist nur die eine zentrale Prämisse, die gleichzeitig die Konklusion ist. Sie ist Gegenstand der Kritik. &lt;br /&gt;
Wie lässt sich eine petitio pricipii fassen? Sie bezeichnet einen Fehler in der Argumentation: Der Vertreter der Prämisse (und damit der Konklusion) verstößt gegen die Regel des vernünftigen Argumentierens, die er gleichzeitig zur Grundlage seiner Argumentation gemacht hat: Er verhindert, dass die Prämisse unabhängig von der Konklusion kritisiert werden kann, da beide logisch äquivalent sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Probleme beim erkennen der Petitio Principii: In der zentralen Prämisse ist meist die Konklusion implizit, nicht offensichtlich enthalten. Das herausarbeiten kann sich dadurch schwieriger gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorzeigbarkeit im philosophischen Diskurs: Der Kritiker muss nachweisen, dass der Philosoph im betreffenden Zusammenhang ein Prämisse konstitutiv für eine Konklusion verwendet, obwohl sie formal äquivalent sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel der Kritik einer Petitio Principii: Annahmen über Zukunft &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Russel unterstellt dem Versuch, aus vergangenen Ereignissen auf die Zukunft zu schließen eine Petitio Principii, selbst wenn die Umstände es vernünftig erscheinen lassen. Es gibt nach ihm keinen formalen Grund dafür, anzunehmen, dass wir am nächsten morgen als der Gleiche wieder aufwachen, nur weil dies stets passiert. Das liegt daran, dass die Annahme, morgen als derselbe aufzuwachen und der Schluss, es sei vernünftig, dies anzunehmen, den gleichen Inhalt haben. Nur weil sich unsere Erwartungen über die Zukunft bewahrheitet haben und vernünftig scheinen, gibt es keinen formalen Grund anzunehmen, dass sie deshalb in Zukunft genauso eintreten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Infiniter Regress&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein infiniter Regress liegt vor, wenn ein unabschließbarer rationaler Prozess des Schlussfolgerns, Begründens, Ableitens, etc. auftritt. Ein einfaches Beispiel hierfür wäre, wenn Tom groß ist (und das stimmt), dass &lt;br /&gt;
(1)	es ist wahr, dass Tom groß ist&lt;br /&gt;
(2)	es ist wahr, dass (1)&lt;br /&gt;
(3)	es ist wahr, dass (2) &lt;br /&gt;
Dies könnte man nun unendlich fortführen ohne jemals zu einem Ende zu kommen, es ist also ein infiniter Regress.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein solcher Regress kann benutzt werden, um eine philosophische These zu widerlegen. &lt;br /&gt;
Dazu bedarf es einiger Bedingungen: (1) Es muss ein Regress vorliegen, d. h. vor jedem zweiten Schritt muss folglich ein erster liegen. (2) Der Regress muss eine echte Konsequenz der vorliegenden kritisierten philosophischen These sein. (3) An dem aufgedeckten infiniten Regress muss etwas verkehrt sein. Rosenberg verdeutlicht diese Kriterien anhand des Beispiels des freien Willens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Beispiel setzt der infinite Regress dadurch ein, dass jeder freie Willensakt notwendig durch einen weiteren freien Willensakt verursacht wird. Freiwilliges Handeln setzt also eine unendliche Reihe von freien Willensakten voraus, wobei jeder durch einen vorangegangenen freien Willensakt verursacht wird. Die Frage, was eine Handlung zu einer freiwilligen Handlung macht, kann folglich nicht beantwortet werden, denn um einen freiwilligen Willensakt zu erklären, wird der Begriff des freiwilligen Willensaktes bereits vorausgesetzt. Es ergibt sich eine Endlosschleife ohne die Frage zu beantworten. Dies bezeichnet man als einen fatalen infiniten Regress. Ist ein solcher nachweisbar, so kann man  eine Theorie widerlegen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Gast</name></author>	</entry>

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		<title>Grundlagen der Argumentation</title>
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				<updated>2010-06-24T13:43:04Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Gast: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Folgende Hinweise finden sich in Jay F. Rosenbergs Einführung &amp;quot;Philosophieren: Ein Handbuch für Anfänger&amp;quot; (Klostermann, 2009).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort erläutert er die Praxis des Philosophierens als eine Wissenschaft zweiter Ordnung, die sich mit den rationalen Verfahrensweisen und Begründungsstrukturen von Wissenschaften erster Ornung auseinandersetzt (Z.B. der Natur- und Sozialwisenschaften, der Künste, aber auch der unserer Alltagspraxis. Kurz: Im Fokus der Philosophie steht &amp;quot;das rationale Erforschen rationaler Tätigkeiten&amp;quot; (S. 18). Den &amp;quot;sekundären Charakter&amp;quot; der Philosophie führt er auf ihre spezifische Methode zurück, die er als dialektisches Argumentieren bezeichnet - wobei er einig darauf hinweist, dass jenseits dieser sehr allgemeinen Auskunft kaum Einigkeit über ''die'' Methode der Philosophie herrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der dialektischen Methode wird jenseits des philosphischen Staunens ''mit'' Argumenten ''auf'' Argumente eingegangen (S. 78). Die dabei vorgebrachte Kritik kann sowohl auf die formale Struktur bestehender Argumentationen als auch auf deren Inhalt beziehen. Formale Kritik bezieht sich nur auf die Gültigkeit der Argumente, indem erhellende Modelle ihrer Struktur entworfen werden. Inhaltliche oder interne Kritik adressiert dagegen einzelne Prämissen und letztlich die Kohärenz des ganzen Systems von Begriffen und Überzeugungen, in die das Argument eingebettet ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein philosophischer Essay folgt im Grunde immer dieser Methode, insofern er auf eine kritische Prüfung fremder Ansichten zielt. Ein Essay ist eben weder literarisches Selbstbekenntnis noch ein bloßer Bericht, sondern die begründete Verteidigung einer These, die sich wiederum auf die Thesen, Ansichten oder Positionen anderer bezieht. Dazu muss der Essay aber klar trennen zwischen der Darstellung von Form und Inhalt der fremden Argumentation und der eigenen, begründeten Kritik. &amp;quot;Einsichtsfähigkeit und Einfallsreichtum&amp;quot; (S. 84) wachsen laut Rosenberg erst mit der fortwährenden Rekonstruktion und Auseinandersetzung mit argumentativ begründeten Thesen und können nicht gelehrt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die effiziente Suche nach Inkonsistenzen, bzw. Selbst-Widersprüchen in fremden Argumentationen, empfiehlt Rosenberg in etwa folgende Strategie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Klare Rekonstruktion der argumentative Struktur&lt;br /&gt;
* Formale Prüfung dieser Struktur&lt;br /&gt;
* Prüfung mit Blick auf die begrifflichen Festlegunge und möglichen Spannungen&lt;br /&gt;
* Explikation möglicher impliziter Widersprüche&lt;br /&gt;
* Modellierung eines gegenläufigen Argumentes (gleiche Prämissen , andere Konklusion)&lt;br /&gt;
* Problematisierung und Modellierung einzelner (impliziter) Prämissen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Prinzien liegen dem vernünftige Denken zu Grunde, sollte deshalb nicht verletzt werden und könen für eine grundlegende Kritik an philosophischen Argumentationen genutzt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &lt;br /&gt;
# Petitio Principii&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
## Version A&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Petitio Principii liegt dann vor, wenn eine Konklusion gleichzeitig als Prämisse gebraucht wird. Dies ist zwar methodisch möglich, da logisch eine der Prämissen mit der Konklusion übereinstimmen muss, aber trotzdem erscheint es falsch. Es liegt also kein rein formales, sondern ein inhaltliches Problem vor. Wichtig für das Problem ist nur die eine zentrale Prämisse, die gleichzeitig die Konklusion ist. Sie ist Gegenstand der Kritik. &lt;br /&gt;
Wie lässt sich eine petitio pricipii fassen? Sie bezeichnet einen Fehler in der Argumentation: Der Vertreter der Prämisse (und damit der Konklusion) verstößt gegen die Regel des vernünftigen Argumentierens, die er gleichzeitig zur Grundlage seiner Argumentation gemacht hat: Er verhindert, dass die Prämisse unabhängig von der Konklusion kritisiert werden kann, da beide logisch äquivalent sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Probleme beim erkennen der Petitio Principii: In der zentralen Prämisse ist meist die Konklusion implizit, nicht offensichtlich enthalten. Das herausarbeiten kann sich dadurch schwieriger gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorzeigbarkeit im philosophischen Diskurs: Der Kritiker muss nachweisen, dass der Philosoph im betreffenden Zusammenhang ein Prämisse konstitutiv für eine Konklusion verwendet, obwohl sie formal äquivalent sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel der Kritik einer Petitio Principii: Annahmen über Zukunft &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Russel unterstellt dem Versuch, aus vergangenen Ereignissen auf die Zukunft zu schließen eine Petitio Principii, selbst wenn die Umstände es vernünftig erscheinen lassen. Es gibt nach ihm keinen formalen Grund dafür, anzunehmen, dass wir am nächsten morgen als der Gleiche wieder aufwachen, nur weil dies stets passiert. Das liegt daran, dass die Annahme, morgen als derselbe aufzuwachen und der Schluss, es sei vernünftig, dies anzunehmen, den gleichen Inhalt haben. Nur weil sich unsere Erwartungen über die Zukunft bewahrheitet haben und vernünftig scheinen, gibt es keinen formalen Grund anzunehmen, dass sie deshalb in Zukunft genauso eintreten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Version&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Methode der petitio principii verletzt die Regeln des vernünftigen Denkens. Petitio principii bedeutet, dass in einem Argument eine Konklusion als Prämisse gebraucht wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes Argument muss in einem dialektischen Zusammenhang stehen.&lt;br /&gt;
Die philosophische Methode setzt voraus, dass etwas nur dann die Qualität eines Arguments hat und eine Konklusion stützen kann, wenn ein Einwand gegen dieses Argument sich von einem Einwand gegen das, was gestützt werden soll, unterscheidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
In einer Form der klassischen Induktion wird die These formuliert: Was unsere Erwartungen in Bezug auf die Zukunft vernünftig macht, ist die Tatsache, dass sie zutreffen. &lt;br /&gt;
Fraglich ist, ob es überhaupt Erwartungen hinsichtlich der Zukunft gibt, die vernünftig sind. Jede Erwartung, die sich erfüllt, ist vernünftig und da sich unsere bisherigen Erwartungen erfüllt haben, ist es vernünftig anzunehmen, dass sich auch die zukünftigen Erwartungen erfüllen werden. Diese Annahme ist aber auch wieder eine Erwartung an die Zukunft und diese Erwartung muss dann, damit man zu der Konklusion kommt, vernünftig sein. Ein Argument, das diese Prämisse benutzt, um zu schlussfolgern, dass Erwartungen vernünftig sind, benutzt die Schlussfolgerung als Prämisse und begeht damit eine petitio principii.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Gast</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://okapi.uni-frankfurt.de/index.php?title=Grundlagen_der_Argumentation&amp;diff=3302</id>
		<title>Grundlagen der Argumentation</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Gast: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Folgende Hinweise finden sich in Jay F. Rosenbergs Einführung &amp;quot;Philosophieren: Ein Handbuch für Anfänger&amp;quot; (Klostermann, 2009).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort erläutert er die Praxis des Philosophierens als eine Wissenschaft zweiter Ordnung, die sich mit den rationalen Verfahrensweisen und Begründungsstrukturen von Wissenschaften erster Ornung auseinandersetzt (Z.B. der Natur- und Sozialwisenschaften, der Künste, aber auch der unserer Alltagspraxis. Kurz: Im Fokus der Philosophie steht &amp;quot;das rationale Erforschen rationaler Tätigkeiten&amp;quot; (S. 18). Den &amp;quot;sekundären Charakter&amp;quot; der Philosophie führt er auf ihre spezifische Methode zurück, die er als dialektisches Argumentieren bezeichnet - wobei er einig darauf hinweist, dass jenseits dieser sehr allgemeinen Auskunft kaum Einigkeit über ''die'' Methode der Philosophie herrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der dialektischen Methode wird jenseits des philosphischen Staunens ''mit'' Argumenten ''auf'' Argumente eingegangen (S. 78). Die dabei vorgebrachte Kritik kann sowohl auf die formale Struktur bestehender Argumentationen als auch auf deren Inhalt beziehen. Formale Kritik bezieht sich nur auf die Gültigkeit der Argumente, indem erhellende Modelle ihrer Struktur entworfen werden. Inhaltliche oder interne Kritik adressiert dagegen einzelne Prämissen und letztlich die Kohärenz des ganzen Systems von Begriffen und Überzeugungen, in die das Argument eingebettet ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein philosophischer Essay folgt im Grunde immer dieser Methode, insofern er auf eine kritische Prüfung fremder Ansichten zielt. Ein Essay ist eben weder literarisches Selbstbekenntnis noch ein bloßer Bericht, sondern die begründete Verteidigung einer These, die sich wiederum auf die Thesen, Ansichten oder Positionen anderer bezieht. Dazu muss der Essay aber klar trennen zwischen der Darstellung von Form und Inhalt der fremden Argumentation und der eigenen, begründeten Kritik. &amp;quot;Einsichtsfähigkeit und Einfallsreichtum&amp;quot; (S. 84) wachsen laut Rosenberg erst mit der fortwährenden Rekonstruktion und Auseinandersetzung mit argumentativ begründeten Thesen und können nicht gelehrt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die effiziente Suche nach Inkonsistenzen, bzw. Selbst-Widersprüchen in fremden Argumentationen, empfiehlt Rosenberg in etwa folgende Strategie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Klare Rekonstruktion der argumentative Struktur&lt;br /&gt;
* Formale Prüfung dieser Struktur&lt;br /&gt;
* Prüfung mit Blick auf die begrifflichen Festlegunge und möglichen Spannungen&lt;br /&gt;
* Explikation möglicher impliziter Widersprüche&lt;br /&gt;
* Modellierung eines gegenläufigen Argumentes (gleiche Prämissen , andere Konklusion)&lt;br /&gt;
* Problematisierung und Modellierung einzelner (impliziter) Prämissen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Prinzien liegen dem vernünftige Denken zu Grunde, sollte deshalb nicht verletzt werden und könen für eine grundlegende Kritik an philosophischen Argumentationen genutzt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &lt;br /&gt;
# Petitio Principii&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Version&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Petitio Principii liegt dann vor, wenn eine Konklusion gleichzeitig als Prämisse gebraucht wird. Dies ist zwar methodisch möglich, da logisch eine der Prämissen mit der Konklusion übereinstimmen muss, aber trotzdem erscheint es falsch. Es liegt also kein rein formales, sondern ein inhaltliches Problem vor. Wichtig für das Problem ist nur die eine zentrale Prämisse, die gleichzeitig die Konklusion ist. Sie ist Gegenstand der Kritik. &lt;br /&gt;
Wie lässt sich eine petitio pricipii fassen? Sie bezeichnet einen Fehler in der Argumentation: Der Vertreter der Prämisse (und damit der Konklusion) verstößt gegen die Regel des vernünftigen Argumentierens, die er gleichzeitig zur Grundlage seiner Argumentation gemacht hat: Er verhindert, dass die Prämisse unabhängig von der Konklusion kritisiert werden kann, da beide logisch äquivalent sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Probleme beim erkennen der Petitio Principii: In der zentralen Prämisse ist meist die Konklusion implizit, nicht offensichtlich enthalten. Das herausarbeiten kann sich dadurch schwieriger gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorzeigbarkeit im philosophischen Diskurs: Der Kritiker muss nachweisen, dass der Philosoph im betreffenden Zusammenhang ein Prämisse konstitutiv für eine Konklusion verwendet, obwohl sie formal äquivalent sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel der Kritik einer Petitio Principii: Annahmen über Zukunft &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Russel unterstellt dem Versuch, aus vergangenen Ereignissen auf die Zukunft zu schließen eine Petitio Principii, selbst wenn die Umstände es vernünftig erscheinen lassen. Es gibt nach ihm keinen formalen Grund dafür, anzunehmen, dass wir am nächsten morgen als der Gleiche wieder aufwachen, nur weil dies stets passiert. Das liegt daran, dass die Annahme, morgen als derselbe aufzuwachen und der Schluss, es sei vernünftig, dies anzunehmen, den gleichen Inhalt haben. Nur weil sich unsere Erwartungen über die Zukunft bewahrheitet haben und vernünftig scheinen, gibt es keinen formalen Grund anzunehmen, dass sie deshalb in Zukunft genauso eintreten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Version&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Methode der petitio principii verletzt die Regeln des vernünftigen Denkens. Petitio principii bedeutet, dass in einem Argument eine Konklusion als Prämisse gebraucht wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes Argument muss in einem dialektischen Zusammenhang stehen.&lt;br /&gt;
Die philosophische Methode setzt voraus, dass etwas nur dann die Qualität eines Arguments hat und eine Konklusion stützen kann, wenn ein Einwand gegen dieses Argument sich von einem Einwand gegen das, was gestützt werden soll, unterscheidet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
In einer Form der klassischen Induktion wird die These formuliert: Was unsere Erwartungen in Bezug auf die Zukunft vernünftig macht, ist die Tatsache, dass sie zutreffen. &lt;br /&gt;
Fraglich ist, ob es überhaupt Erwartungen hinsichtlich der Zukunft gibt, die vernünftig sind. Jede Erwartung, die sich erfüllt, ist vernünftig und da sich unsere bisherigen Erwartungen erfüllt haben, ist es vernünftig anzunehmen, dass sich auch die zukünftigen Erwartungen erfüllen werden. Diese Annahme ist aber auch wieder eine Erwartung an die Zukunft und diese Erwartung muss dann, damit man zu der Konklusion kommt, vernünftig sein. Ein Argument, das diese Prämisse benutzt, um zu schlussfolgern, dass Erwartungen vernünftig sind, benutzt die Schlussfolgerung als Prämisse und begeht damit eine petitio principii.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Gast</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://okapi.uni-frankfurt.de/index.php?title=Grundlagen_der_Argumentation&amp;diff=3301</id>
		<title>Grundlagen der Argumentation</title>
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				<updated>2010-06-24T13:39:27Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Gast: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Folgende Hinweise finden sich in Jay F. Rosenbergs Einführung &amp;quot;Philosophieren: Ein Handbuch für Anfänger&amp;quot; (Klostermann, 2009).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort erläutert er die Praxis des Philosophierens als eine Wissenschaft zweiter Ordnung, die sich mit den rationalen Verfahrensweisen und Begründungsstrukturen von Wissenschaften erster Ornung auseinandersetzt (Z.B. der Natur- und Sozialwisenschaften, der Künste, aber auch der unserer Alltagspraxis. Kurz: Im Fokus der Philosophie steht &amp;quot;das rationale Erforschen rationaler Tätigkeiten&amp;quot; (S. 18). Den &amp;quot;sekundären Charakter&amp;quot; der Philosophie führt er auf ihre spezifische Methode zurück, die er als dialektisches Argumentieren bezeichnet - wobei er einig darauf hinweist, dass jenseits dieser sehr allgemeinen Auskunft kaum Einigkeit über ''die'' Methode der Philosophie herrscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der dialektischen Methode wird jenseits des philosphischen Staunens ''mit'' Argumenten ''auf'' Argumente eingegangen (S. 78). Die dabei vorgebrachte Kritik kann sowohl auf die formale Struktur bestehender Argumentationen als auch auf deren Inhalt beziehen. Formale Kritik bezieht sich nur auf die Gültigkeit der Argumente, indem erhellende Modelle ihrer Struktur entworfen werden. Inhaltliche oder interne Kritik adressiert dagegen einzelne Prämissen und letztlich die Kohärenz des ganzen Systems von Begriffen und Überzeugungen, in die das Argument eingebettet ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein philosophischer Essay folgt im Grunde immer dieser Methode, insofern er auf eine kritische Prüfung fremder Ansichten zielt. Ein Essay ist eben weder literarisches Selbstbekenntnis noch ein bloßer Bericht, sondern die begründete Verteidigung einer These, die sich wiederum auf die Thesen, Ansichten oder Positionen anderer bezieht. Dazu muss der Essay aber klar trennen zwischen der Darstellung von Form und Inhalt der fremden Argumentation und der eigenen, begründeten Kritik. &amp;quot;Einsichtsfähigkeit und Einfallsreichtum&amp;quot; (S. 84) wachsen laut Rosenberg erst mit der fortwährenden Rekonstruktion und Auseinandersetzung mit argumentativ begründeten Thesen und können nicht gelehrt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die effiziente Suche nach Inkonsistenzen, bzw. Selbst-Widersprüchen in fremden Argumentationen, empfiehlt Rosenberg in etwa folgende Strategie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Klare Rekonstruktion der argumentative Struktur&lt;br /&gt;
* Formale Prüfung dieser Struktur&lt;br /&gt;
* Prüfung mit Blick auf die begrifflichen Festlegunge und möglichen Spannungen&lt;br /&gt;
* Explikation möglicher impliziter Widersprüche&lt;br /&gt;
* Modellierung eines gegenläufigen Argumentes (gleiche Prämissen , andere Konklusion)&lt;br /&gt;
* Problematisierung und Modellierung einzelner (impliziter) Prämissen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Prinzien liegen dem vernünftige Denken zu Grunde, sollte deshalb nicht verletzt werden und könen für eine grundlegende Kritik an philosophischen Argumentationen genutzt werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &lt;br /&gt;
# Petitio Principii&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Petitio Principii liegt dann vor, wenn eine Konklusion gleichzeitig als Prämisse gebraucht wird. Dies ist zwar methodisch möglich, da logisch eine der Prämissen mit der Konklusion übereinstimmen muss, aber trotzdem erscheint es falsch. Es liegt also kein rein formales, sondern ein inhaltliches Problem vor. Wichtig für das Problem ist nur die eine zentrale Prämisse, die gleichzeitig die Konklusion ist. Sie ist Gegenstand der Kritik. &lt;br /&gt;
Wie lässt sich eine petitio pricipii fassen? Sie bezeichnet einen Fehler in der Argumentation: Der Vertreter der Prämisse (und damit der Konklusion) verstößt gegen die Regel des vernünftigen Argumentierens, die er gleichzeitig zur Grundlage seiner Argumentation gemacht hat: Er verhindert, dass die Prämisse unabhängig von der Konklusion kritisiert werden kann, da beide logisch äquivalent sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Probleme beim erkennen der Petitio Principii: In der zentralen Prämisse ist meist die Konklusion implizit, nicht offensichtlich enthalten. Das herausarbeiten kann sich dadurch schwieriger gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorzeigbarkeit im philosophischen Diskurs: Der Kritiker muss nachweisen, dass der Philosoph im betreffenden Zusammenhang ein Prämisse konstitutiv für eine Konklusion verwendet, obwohl sie formal äquivalent sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel der Kritik einer Petitio Principii: Annahmen über Zukunft &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Russel unterstellt dem Versuch, aus vergangenen Ereignissen auf die Zukunft zu schließen eine Petitio Principii, selbst wenn die Umstände es vernünftig erscheinen lassen. Es gibt nach ihm keinen formalen Grund dafür, anzunehmen, dass wir am nächsten morgen als der Gleiche wieder aufwachen, nur weil dies stets passiert. Das liegt daran, dass die Annahme, morgen als derselbe aufzuwachen und der Schluss, es sei vernünftig, dies anzunehmen, den gleichen Inhalt haben. Nur weil sich unsere Erwartungen über die Zukunft bewahrheitet haben und vernünftig scheinen, gibt es keinen formalen Grund anzunehmen, dass sie deshalb in Zukunft genauso eintreten werden.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Gast</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://okapi.uni-frankfurt.de/index.php?title=Schriftliche_Arbeiten_im_Studium&amp;diff=3295</id>
		<title>Schriftliche Arbeiten im Studium</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://okapi.uni-frankfurt.de/index.php?title=Schriftliche_Arbeiten_im_Studium&amp;diff=3295"/>
				<updated>2010-06-19T12:59:08Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Gast: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Erstellung von wissenschaftlichen Arbeiten == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Hausarbeit.jpg|right]]&lt;br /&gt;
Sie finden hier einen Überblick über zentrale Aspekte erfolgreicher Textproduktion, die Sie beim Verfassen ''jeder'' Art von Text im Rahmen des Philosophiestudiums beachten sollten. Dazu gehört insbesondere durch korrektes Zitieren klarzustellen, an welchen Stellen Sie sich in irgendeiner Form auf die Gedanken Anderer beziehen. Informieren können Sie sich hier außerdem über die Möglichkeiten der Suche nach und Beschaffung von philosophischer Literatur in Frankfurter Bibliotheken, per Fernleihe oder in Online-Datenbanken. Darüber hinaus finden Sie verschiedene Tipps und Strategien im Kontext philosophischen Schreibens und Erläuterungen zu unterschiedlichen Textsorten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere, allgemeine Hinweise zum universitären Arbeiten finden Sie unter [[Arbeitstechniken]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Achtung|'''Achtung:''' Wenn in einer Veranstaltung das Anfertigen einer schriftlichen Arbeit als Prüfungsleistung angeboten wird, informieren Sie sich unbedingt bei der Dozentin oder dem Dozenten über die spezifischen Anforderungen, die im Detail durchaus von den hier gemachten Vorschlägen abweichen können!}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Gute wissenschaftliche Praxis]] - Allgemeine Hinweise.&lt;br /&gt;
* [[Plagiarismus]] - Verdächtigungen vermeiden.&lt;br /&gt;
* [[Literaturrecherche]] - Übersicht zu Recherche und Beschaffung von Literatur.&lt;br /&gt;
* [[Lesetechniken|Lesetechniken und Exzerpieren]] - Grundlegende Tipps.&lt;br /&gt;
* [[Zitieren]] - Anleitung zum korrekten Verweis auf fremdes Gedankengut.&lt;br /&gt;
* [[Stilistische Hinweise zum Verfassen philosophischer Texte]]&lt;br /&gt;
* [[Philosophische Fragestellungen]] - Hinweise zur eigenständigen Entwicklung von Leitfragen&lt;br /&gt;
* [[Kritische Haltung]] - Fünf Typen philosophischen Kritisierens&lt;br /&gt;
* [[Struktur wissenschaftlicher Arbeiten|Struktur philosophischer Arbeiten]] - Grundsätzliche Vorschläge (im Aufbau)&lt;br /&gt;
* [[Formale Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten]] - Hinweise zu Deckblatt, Seitenformat usw. &lt;br /&gt;
* [[Überarbeiten]] - Anmerkungen zur Optimierung von Rohfassungen.&lt;br /&gt;
* [[Korrekturlesen]] - Kriterien zum Überprüfen.&lt;br /&gt;
* [[Argumentation]] - (im Aufbau)&lt;br /&gt;
* [[Word Kurzanleitung]] - Hinweise zur effizienten Einstellung Ihres Textverarbeitungsprogramms.&lt;br /&gt;
* [[Gezielte Internetsuche]] - Hinweise zur Spezifizierung von Suchanfragen.&lt;br /&gt;
* [[Software|hilfreiche Software]] - Günstige Programme zur Textverarbeitung.&lt;br /&gt;
* [[Druckservice|universitärer Druckservice]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Textsorten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Besprechungstermin mit DozentInnen können Sie sich einen Überblick über das Verfassen schriftlicher Arbeiten in den folgenden OKAPI-Beiträgen verschaffen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Referat]]&lt;br /&gt;
* [[Essay]]&lt;br /&gt;
* [[Hausarbeit]]&lt;br /&gt;
* [[Magisterarbeit]]&lt;br /&gt;
* [[Dissertation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturhinweise zum Thema ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allgemeine Einführungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Poenicke, Klaus: Wie verfaßt man wissenschaftliche Arbeiten? Ein Leitfaden vom 1. Studiensemester bis zur Promotion; Duden Taschenbücher; 3-411-02751-7&lt;br /&gt;
* Booth/Colomb/Williams: The Craft of Research; 0-226-06584-7, (Altbestand Anglistik: WE 150.52)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Speziell zur Philosophie&lt;br /&gt;
* Tetens, Holm: Philosophisches Argumentieren, 3-406-51114-7, (02/CC 4800 T347)&lt;br /&gt;
* Martinich, A. P.: Philosophical Writing, 1-4051-3167-4&lt;br /&gt;
* Norbert Herold: Philosophie: Studium, Text und Argument, 3-8258-2220-6, (02/CB 4000 H561)&lt;br /&gt;
* Walther, Jürgen: Philosophisches Argumentieren : Lehr- und Übungsbuch / , 3-495-47689-X, (02/CC 2400 W237 P5)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Universitäre Orientierungshilfen online ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*An der Goethe Universität steht Ihnen das '''[http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb10/IDLD/kompetenzzentrum_schreiben/index.html Kompetenzzentrum Schreiben]''' zur Seite - mit Tipps und Workshops zu Produktion und Umgang mit verschiedenen Textsorten sowie individuellen Beratungsangeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Dort findet sich außerdem eine weiterführende [http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb10/IDLD/kompetenzzentrum_schreiben/sws_material/sws_schreibwerkstaetten/index.html Linkliste zum Angebot anderer deutscher Hochschulen].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der Philosophiedozent Andreas Vieth bietet auf seiner Homepage eine sehr umfangreiche [http://www.uni-due.de/philosophie/vieth/hausarbeiten.shtml Broschüre zum Download] an - u.a. mit einer Sammlung typischer Mängel in philosophischen Arbeiten von Studierenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Einen '''[http://www.uni-due.de/schreibwerkstatt/trainer/index.html online Schreibtrainer]''' mit Erklärungen und Anleitungen von &amp;quot;Schreibanlässen&amp;quot; bis zu &amp;quot;neuer Rechtschreibung&amp;quot; hält auch die Universität Duisburg Essen bereit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Eine detaillierte englische Einführung zum Verfassen philosophischer Texte mit vielen anschaulichen Beispielen bietet die [http://www.jimpryor.net/teaching/guidelines/writing.html Homepage von Jim Pryor] (NYU).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spezifische Hinweise von Lehrenden aus Frankfurt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soweit die Lehrenden des Instituts Hinweise für Ihre Seminare herausgegeben haben, finden Sie sie hier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.philosophie.uni-frankfurt.de/lehrende_index/Homepage_Willaschek/lehre/index.html Hinweise von Prof. Willaschek (PDF-Datei)]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Gast</name></author>	</entry>

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